Nutan zum ersten Mal gegen die Älteren

Mit Postponed gewann Newmarket-Trainer Luca Cumani erstmals in seiner langen Laufbahn die  King George VI & Queen Elizabeth Stakes. Seit seinem Wechsel von Italien nach England vor mehr als 40 Jahren, als er über die eine oder andere Assistentenstelle – vor allem bei Sir Henry Cecil – in Newmarket als selbstständiger Trainer begann, hatte Luca Cumani aber auch große Ziele im Ausland im Visier. So entwickelte es sich auch, dass der er auf weit über 100 Gruppe-Erfolge kommt. Am Sonntag möchte Luca Cumani im Großen Preis von Berlin den nächsten Coup landen und mit Second Step das Gruppe I-Rennen entführen.

Unter anderem trifft Second Step auf Peter Schiergens Derby-Helden Nutan, der am Sonntag zum ersten Mal in seiner Karriere gegen ältere Pferde antreten wird. Wie beim Horner Erfolg sitzt Stalljockey Andrasch Starke im Sattel von Nutan, dessen Halbschwester Nymphea vor zwei Jahren unter Trainersohn Dennis Schiergen, damals noch Amateur den Großen Preis von Berlin gewann.

Der von Jean-Pierre Carvalho trainierte Schlenderhaner Ito hat bei sieben Starts fünf Rennen gewonnen, was schon eine beeindruckende Bilanz an sich ist. Doch darunter befinden sich auch Treffer auf Listen- und Gruppe-Ebene. In diesem Jahr ist der Adlerflug-Sohn der Diana-Siegerin Iota bei drei Starts noch unbesiegt. Auch er zählt im Berliner Gruppe I-Rennen zu den Favoriten.  Mit einer großen Leistungssteigerung wartete Sirius, der Vorjahressieger im Großen Preis von Berlin, während der Hamburger Derby-Woche auf.

Der von Andreas Löwe für den Stall Molenhof trainierte Dashing Blade-Sohn scheiterte im Großen Hansa-Preis knapp an Lovelyn und scheint für die Wiederholung seines Vorjahrserfolges bestens gerüstet zu sein. Wie in Hamburg wurde Jozef Bojko für Sirius gebucht. Gestüt Ebbeslohs von Peter Schiergen trainierter Girolamo ist nach Nutan und Sirius der dritte auf Gruppe-I-Ebene erfolgreiche Kandidat im Feld. Der Europa-Preis-Sieger von 2012 startete mit einem zweiten Platz zu Guardini im Kölner Gerling-Preis sehr versprechend in die aktuelle Saison, doch in Hamburg lief im pferdewetten-de-Großen Hansa-Preis wenig zusammen. Die Erkenntnis, dass der Dai Jin-Sohn auf zumindest elastischem Boden besser aufgehoben ist als auf zu trockenem Untergrund, ist nicht neu (Zum Langzeitmarkt).

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