Manfred Ostermann vom Gestüt Ittlingen hat bestätigt, dass der dreijährige Medicean-Sohn Areo vom Gestüt Ittlingen nach Hong Kong verkauft worden ist. Großes internationales Kompliment an die deutsche Vollblutzucht, doch so erfreulich das internationale Interesse an deutschen Vollblütern natürlich ist, ist die Tatsache, dass erneut ein deutscher Grand Prix-Crack außer Landes geht, höchst bedauerlich.
„Es war erstaunlich, wie groß das Interesse an Areo nach dem Derby war. Fünf Anfragen gab es in kürzester Zeit, das zeigt, was für ein hohes Niveau wir in Deutschland mit unserer relativ kleinen Vollblutzucht im Vergleich zu den großen Zuchten u.a. in England, Irland, Frankreich oder den USA haben. Das internationale Ansehen der Deutschen Zucht ist enorm“, Manfred Ostermann zeigte sich stolz darüber, mit wieviel Erfolg die deutschen Vollblützüchter agieren.
Areo hatte zweijährig am 1. November am Münchener Gruppe I-Renntag rund um den Pastorius – Großen Preis von Bayern beim dritten Karriere-Start seine Maidenschaft abgelegt und diese Saison für seinen Besitzer sowie seinen Betreuer Jens Hirschberger beständig auf Gruppe-Parkett geliefert. Nach zweiten Plätzen im Frühjahrs-Preis des Bankhauses Metzler (Gr.III) und Oppenheim-Union-Rennen (Gr.II), befand er sich im erweiterten Favoritenfeld für das Deutsche Derby in Hamburg. In Horn verkaufte sich der Ittlinger unter dem Engländer Robert Havlin, der ihn bereits in der Union geritten hatte, erneut hervorragend und verpasste als Vierter hinter dem fünf Längen-Sieger Nutan, sowie dem Zeiten Palace Prince und dem drittplatzierten Fair Mountain nur um eindreiviertel Längen und kurzem Kopf eine bessere Platzierung.In jedem Fall bewies Areo in Horn erneut, dass er zur Spitze des Derbyjahrgangs gehört.
„Klar bin ich traurig, denn ich hätte mit Areo gerne noch auf Gruppe-Level geerntet und Spaß gehabt, aber man muss natürlich auch definitiv Verständnis dafür haben, dass so große Besitzer wie Herr Ostermann ihr enormes Engagement immer mal wieder auch refinanzieren müssen“, teilte Jens Hirschberger gegenüber GaloppOnline mit.











