Das hat es wohl auch schon lange nicht mehr gegeben. Am Donnerstag, beim vierten Meetingstag der Harzburger Rennwoche, kamen auf der Bahn am „Weißen Stein“ in allen sechs Galopprennen (es gab auch noch drei Prüfungen für die Traber) die Favoriten zum Zuge. Gleichzeitig gewann in allen sechs Rennen auch der „Sport-Welt“-Tipp. Und das auch noch meist überlegen, oder leicht.
Für die höchste Siegquote sorgte im Hauptrennen des Tages, dem Ausgleich II über 2000 Meter, Deutschlands bester Halbblüter Apoleon, der in der 10.200 Euro-Prüfung als 26:10-Favorit gestartet war, und unter Filip Minarik schon früh als Sieger feststand. Viereinhalb Längen Vorsprung hatte der Ogatonango-Sohn aus dem Stall von Anna Schleusner-Fruhriep vor dem gut in Deutschland debütierenden England-Import Warlu Way, hinter dem der Ittlinger Lindaro und Uwe Schwinns Ardeola die weiteren Plätze belegten. Für diese Viererwette gab es 20.608:10 (Zum Video).
Die knappeste Ankunft gab es im Ausgleich IV für die Flieger über 1200 Meter. Hier kam es zum erwarteten Duell zwischen den beiden Favoritinnen Millies Quest (John Smith/Daniele Porcu, 22:10) und Dorietta, in dem Erstgenannte mit einer halben Länge Vorsprung die Oberhand behielt, und damit sowohl den ersten Sieg von Neu-Trainer Pascal Jonathan Werning, als auch den ersten Doppelsieger verhinderte, denn das wäre die Stute des Galoppclub Wambel im Siegfall gewesen.
Auch in den beiden Hindernisrennen kamen die „Heissen“ zum Zuge. Zunächst war Pavel Vovcenkos Falconettei (16:10) unter Cevin Chan im Uwe Stoltefuß-Memorial, dem mit 12.000 Euro dotierten Hürdenrennen über 3400 Meter, überlegen gegen Nuevo Leon und Good Prince zum Zuge (Zum Video), und dann siegte auch Elfi Schnakenbergs North Point (Mick Quinlan, 15:10) im zweiten Hürdenrennen, das ebenfalls über 3400 Meter führte. Die Neuentdeckung über Sprünge siegte gegen Bold Jack Donahue und Special Mix.
Im ersten Galopprennen des Tages, sah man einen erfolgreichen Deutschland-Einstand des von Christian von der Recke für Eugen Andreas Wahler trainierten England-Umportes Interior Minister. Als 15:10-Favorit gestartet, war er unter Alexander Pietsch gegen Chindeni und Tambora im Maidenrennen über 2000 Meter überlegene Ware. Sechster, und letzter Sieger des Tages war im abschließenden Ausgleich IV über 1550 Meter Jördis Ina Meineckes Dark Fighter, der unter Tommaso Scardino als 19:10-Chance gegen Adira keine Mühe hatte.











