Wer gestern im letzten Rennen der Bad Harzburger Samstags-Veranstaltung, dem Hürdenrennen über 3400 Meter, den sechsjährigen Wallach Charles Darwin aus dem Quartier von Oliver Schnakenberg gewettet hatte, der hatte wenig Chance das Pferd im Rennen zu beobachten, denn Oliver Schnakenberg ritt sein Pferd in Personal-Union als Trainer und Jockey teilweise 60 Längen hinter dem Feld mehr oder weniger spazieren, ohne den Anschein zu erwecken, dass er versuchte, Anschluss ans Feld zu finden.
Auffällig genug in jedem Fall, dass die Rennleitung den Jockey dazu befragte.
„Die Aussage von Oliver Schnakenberg, dass er sich am Start um 20 Längen versäumt habe und der Sturz von Cevin Chan auf Salzenforst, obwohl er überhaupt nicht in der Nähe des Vorfalls war, sein Pferd irritiert habe, erschien uns zu dürftig. Doch wir haben es hier erstmalig mit einem Fall zu tun, in dem Trainer und Reiter identisch sind. Wir haben daher beschlossen, das Geschehene auf den Trainer zu konzentrieren, den wir als Rennleitung aber nicht bestrafen können. Daher haben wir die Angelegenheit an den Ordnungs-Ausschuss weiter gegeben mit dem begründeten Verdacht, Teilnahme am Rennen ohne Siegeswillen“, teilte Arnold Aufderheide für die Bad Harzburger Rennleitung mit.
Die Rennleitung hat beantragt, dass Charles Darwin, sollte er während der Bad Harzburger Rennwoche, für die er noch eine Nennung besitzt, nochmals an den Start gehen, ohne Wetten laufen soll.











