Pferde, die viel Ausdauer besitzen und die weiten Wege mögen, die haben am Sonntag auf der Hauptstadtbahn nicht viel zu bestellen. Der Renntag auf der Parkbahn Berlin-Hoppegarten steht nämlich ganz im Zeichen der schnellen Pferde, für die die Distanz gar nicht kurz genug sein kann.
Das wird schon am Hauptrennen deutlich, denn der mit 27.000 Euro dotierte Hoppegartener Sprint-Cup führt über die Minimaldistanz von 1000 Meter. Sieben Kandidaten stellen sich dem Starter auf der Geraden Bahn. Den Sieg eines ausländischen Pferdes wie im Vorjahr Alcohuaz könnte es auch bei der diesjährigen Austragung wieder geben, denn mit Liber aus dem dänischen Quartier von Bent Olsen und dem von Tomas Satra in Tschechien vorbereiteten Mikesh reisen zwei Gäste in die Hauptstadt. Dass die Skandinavier über gute Flieger verfügen, hat durchaus Tradition. Und zu diesen muss man Liber durchaus zählen, denn immerhin war er vor gut einem Jahr Dritter im Polar Cup in Ovrevoll auf Gruppe-III-Niveau geworden und später noch mehrmals auf Listenebene platziert.
Auch wenn beide Gäste mit durchaus ansprechender Form an den Start kommen, wird das an der klaren Favoritenposition des Höny-Hofers Donnerschlag kaum etwas ändern. Denn der Schützling von Trainer Jean-Pierre Carvalho ist immerhin frischer Sieger im Hamburger Flieger-Preis. Aber auch sein zweiter Platz aus dem Benazet-Rennen, als er sieben Längen vor Mikesh blieb, ist eine erstklassige Empfehlung.
Die beiden Dreijährigen, die sich den älteren Pferden stellen, Christian Sprengels Rock Academy und die von Paul Harley trainierte Brümmerhoferin Banana Split, bekommen fünf, bzw. sechseinhalb Kilo vom Favoriten, müssen allerdings auch erst beweisen, dass sie in dieser Klasse vorne mitmischen können. Mit Hans-Jürgen Gröschels Beau Reve und Best Dreaming aus dem Stall von Mario Hofer kommen der Vorjahresvierte und die Vorjahresfünfte an den Start, doch wird es für beide wahrscheinlich auch am Sonntag wohl nicht zum großen Wurf langen (Zum Langzeitmarkt).
Über eine 200 Meter weitere Strecke, also 1200 Meter, geht es im wichtigsten Handicap des Tages, dem Ausgleich II, der ein weiterer Vorlauf zur Hoppegartener Sprint-Serie ist. Auch hier kommen sieben Pferde an den Start, darunter der frische Frankreichsieger Smoke on the Water. Und dann gibt es ja auch noch das Match Race zwischen Gamgoom und Ach was (siehe Extratext). Es ist also der Tag der schnellen Pferde auf der Parkbahn.










