So etwas gibt es eher selten. Dass der „Vize“ mit dem Präsidenten im Endkampf des Hauptrennens ist, und den „Chef“ schlägt. So geschehen am Samstag im Düsseldorfer BMW-Preis (L.) für dreijährige Stuten über 2100 Meter auf der Düsseldorf Grafenberger-Rennbahn. Albrecht Woestes-seinerseits Präsident vom Vollblut-Dachverband Dirktorium für Vollblutzucht und Rennen – Stall Grafenbergs 35:10-Co-Favoritin Nymeria, die dem Düsseldorfer Rennvereinsvize zusammen mit Teilhabern gehört, siegte nach einem spannenden Endkampf mit der vom Gestütsmitbesitzer Peter Endres – Präsident in Düsseldorf- aufgebotenen Auenquellerin Auenlee, mit knappen Kopf-Vorteil nach 2100 Metern in dieser Listenaufgabe.
Die klare 21:10 Favoritin Arles aus dem Quartier von Andreas Wöhler, in dessen Quartier es nach den großartigen Frühjahrserfolgen vermutlich zur Beruhigung der Konkurrenz etwas moderater zu geht, wurde Dritte vor der viertplatzierten, überraschend gut gelaufenen, Pantall-Vertreterin Maybe River.
Bis in die Gerade drückte Erika Mäders Vega den acht Gegnerinnen den Stempel auf, doch musste sie relativ schnell dem hohen Tempo Tribut zollen. Auenlee drückte unterwegs hinter mit Filip Minarik aus Tempo. Aber dann war Nymeria aus dem Stall von Waldemar Hickst, die von Alexander Pietsch taktisch klug auf Warten geritten wurde, und zeigte, was für eine großartige Stute sie nicht nur im letzten Jahrgang gewesen ist, zur Stelle, war schnell in Front und verteidigte im Gegensatz zu den Deutschen 1000 Guineas ihren Vorsprung. Die knappe Ankunft im Ziel zu Auenlee läßt letztendlich mit frischen Kandidatinnen auch neue Rückschlüsse aufs diesjährige Stutenderby zu.
Der Heimsieg für den Stall Grafenberg von Albrecht Woeste kann kommen, auch wenn es nur ein halber für Albrecht Woeste sein wird, anfühlen wird er sich für den Düsseldorfer Patrioten wie ein Doppelter!











