Frankfurt: Renn-Klub lässt Grünen-Politiker abmahnen

Im Kampf um den Erhalt der Rennbahn Frankfurt-Niederrad geht es weiter heiß her. Aktuell wehrt sich der Rennklub gegen einen Flyer, den die Fraktion der Grünen in der vergangenen Woche an die Frankfurter Haushalte verteilte. Unter dem Titel „Grünes Frankfurt“ werden dort Behauptungen aufgestellt, gegen die sich der Renn-Klub nun mit Hilfe der Frankfurter Anwaltskanzlei Westend-Law juristisch zur Wehr setzt. Diese hat dem verantwortlichen Herausgeber der Schrift, dem  Grünen-Fraktionsvorsitzenden Manuel Stock, eine Abmahnung zugesandt, in der dieser aufgefordert wird, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Dabei geht es um folgende Zitate aus dem Flyer:  

„Seit Jahren bleiben die BesucherInnen und SponsorInnen auf der Galopprennbahn in Frankfurt-Niederrad aus. „Es ist aus Sicht der Stadt Frankfurt nicht gewährleistet, dass der Rennbetrieb ohne Zuschüsse weitergehen kann“,  und „Darüber hinaus ist das Gelände nicht für alle zugänglich, sondern nur für die Besucherinnen und Besucher der Rennbahn und die Mitglieder sowie Gäste des Golfclubs.“

Zu diesen Behauptungen äußert sich der Renn-Klub in einer Pressemitteilung wie folgt: „Tatsache ist, dass die Besucherzahlen in den letzten zehn Jahren kontinuierlich gestiegen sind und mit der Besucherzahl von 19.800 am 4. Juni 2015 ein Allzeit-Rekord verzeichnet wurde. Zudem stehen auch in Zukunft renommierte Sponsoren wie das Bankhaus Metzler und die Handwerkskammer, sowie weitere, neue Sponsoren zur Verfügung. Tatsache ist, dass der Rennbetrieb bereits seit Jahren ohne Zuschuss läuft und funktioniert und auch in Zukunft laufen kann. Auch die Behauptung, das Gelände sei nicht zugänglich, ist falsch und die Grünen-Fraktion weiß auch, dass sie falsch ist. Seit Jahren stehen sämtliche Tore Tag und Nacht offen, damit Bürger, Sportler und Flaneure die Schönheit der Anlage genießen können. Die Äußerungen sind rufschädigend und geschäftsschädigend, da sich der Renn-Klub aufgrund der großen medialen Aufmerksamkeit in laufenden Verhandlungen mit Sponsoren für 2016 befindet und bereits Zusagen erhalten hat. Eine etwaige Anzeige wegen Schadenersatz behält sich der Renn-Klub zudem ausdrücklich vor.“

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