So nah dran und doch so weit entfernt. Er saß zwar auf dem Favoriten der Herzen, aber ein Ende wie im Märchen glückte Tony McCoy mit Shutthefrontdoor in seiner letzten Grand National dennoch nicht. Als komfortabel geschlagener Fünfter endete er, doch auf dreivierteln der gewaltigen Strecke von 7140 Meter gab er den Favoritenwettern das Gefühl, dass er den Hindernis-Marathon gewinnen könnte, weil sein Pferd so routiniert und sicher sprang, aber auch bestechend hinter dem späteren Zweiten Saint Are galoppierte.
Ein paar Tage nach dem Mega-Hindernisspektakel auf der Liverpooler Rennbahn Aintree gab er sich allenfalls ein wenig wehmütig ob der Tatsache, dass sein 20.Ritt in einem seiner Lieblings-Rennen auch sein Letzter gewesen war.
„Ich dachte tatsächlich über den größten Teil der Strecke, dass ich gewinnen könnte. Ich hätte nichts dagegen ihn im kommenden Jahr wieder zu reiten und werde es wirklich vermissen Pferde wie ihn in solchen Rennen zu reiten. Es war meine letzte Grand National und ich habe sie unheimlich genossen“, sagte McCoy, der am 25.April in Sandown seine Abschieds-Vorstellung geben wird.
„Ich war unterwegs sehr zufrieden und zwischen dem viert- und drittletzten Sprung, als ich mit Shutthefrontdoor hinter Many Clouds, von dem ich wusste, dass er ein hartnäckiger Steher ist, lag, dachte ich, mein Pferd wäre stark genug, um Many Clouds zu passieren. Doch nach dem letzten Sprung war sein Akku plötzlich leer, aber ich hatte einen phantastischen Ritt auf ihm. Jonjo (Trainer Jonjo O’Neill) hatte ihn in prächtiger Verfassung an den Start gebracht und er sprang einfach phantastisch. Es ist einfach großartig für das Siegerteam Leighton Aspell, Oliver Sherwood und Trevor Hemmings, klasse gemacht“, schwärmte A.P. von seinem finalen Grand National-Teilnehmer und gratulierte Jockey, Trainer und Besitzer vom siegreichen Many Clouds.
Tony McCoy war übrigens am vergangenen Donnerstag für die Hall Of Fame in Aintree nominiert worden. McCoy, der das Hindernis-Spektakel in Aintree 2010 mit Don’t Push It gewonnen hatte, wurde gemeinsam mit Hindernistrainer-Ikone Toby Balding, der im vergangenen September verstorben war, zur Aintree-Legende erklärt. Toby Balding gewann die Grand National mit Highland Wedding im Jahr 1969 und mit Little Polveir 20 Jahre später und war zudem A P McCoys erster Arbeitgeber.













