Nach dem Zieldurchlauf des 20. Dubai World Cups war es am Gesicht seiner Hoheit Sheikh Mohammed Bin Rashid Al Maktoum deutlich abzulesen. Die Erleichterung, dass der Sieger des Hauptrennes des Mega Events auf der Rennbahn Meydan Prince Bishop hieß, ließ vermutlich mehr als ein paar Sandkörner vom Herzen des Dubai-Herrschers purzeln.
Auch wenn der Gewinner in den Rennfarben seines Sohnes Hamdan gewonnen hatte, so blieb der Prestige-Treffer auf Gruppe I-Niveau wenigstens in der Familie, zumal die Godolphin-Steitmacht bis zum großen Finale der Dubai World Cup Nacht sieglos geblieben war.
Sheikh Mohammeds Bruder Hamdan hatte im ersten und zweiten Rennen durch Manark und Tamarkuz mit zwei Gruppeerfolgen vorgelegt. Alle wichtigen Prüfungen auf Turf waren im Al Quoz Sprint (Gr.I) durch den alten achtjährigen Flitzer-Kempen Sole Power und den ein Jahr jüngeren Cup-Spezialisten Brown Panther im Gold Cup (Gr.II) nach England gewandert sowie im Dubai Turf (Gr.I) 1800 Meter und im Sheema Classic (Gr.I) 2400 Meter durch Solow respektive Dolniya nach Frankreich gegangen. Das UAE Derby hatte sich der Südafrikaner Mike de Kock mit Mubtaahij geholt und das Golden Shaheen (Gr.I) über 1200 Meter auf Dirt war durch Secret Circle bei Bob Baffert in den USA gelandet. Nicht auszudenken, wenn auch noch der World Cup von den favorisierten US-Cracks California Chrome oder Lea gewonnen worden wäre.
Doch der „Bischoff“ machte den Dirt-Spezialisten aus den USA einen Strich durch die 10 Millionen US Dollar World Cup-Rechnung. Unterwegs mit William Buick hinter den vorderen Pferden an der Außenseite immer auf freier Bahn galoppierend, griff der achtjährige Dubawi-Sohn aus dem Stall von Trainer Saeed bin Suroor in der Geraden in bester Haltung an und hatte im Handumdrehen die Gruppe I-Aufgabe über 2000 Meter gelöst. Mit seinem unglaublichen Triumpf sorgte der 150:10 Außenseiter Prince Bishop vor 60.000 Zuschauern für den bemerkenswerten siebten World Cup-Sieg seines Betreuers. Die beiden US-amerikanischen Dirt-Spezialisten mussten sich mit dem zweiten (California Chrome) und dem dritten (Lea) Platz begnügen. So fand Sheikh Mohammeds Racing Carnival nach vielen Erfolgen während des Meetings für die „Blauen“ auch am grandiosen, mit insgesamt 30 Millionen Dollar dotierten, Finaltag einen versöhnlichen Ausklang (Zum Video).












