Erstmals seit vielen Jahren ist in Deutschland bei einem Pferd wieder die als Tierseuche eingestufte Rotz-Infektion aufgetreten. Sofort wurden notwendige Schritte in die Wege geleitet und Gespräche auf hoher politischer Ebene anberaumt, da ein Auftreten von Rotz in einem Land Export-Restriktionen von Pferden zur Folge hat.
In einer Stellungnahme sagt das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen Folgendes:
„Ende 2014 wurde bei einem Pferd im niedersächsischen Landkreis Osnabrück bei einer routinemäßigen Exportuntersuchung der Verdacht einer Rotzinfektion festgestellt. Dieser Verdacht wurde am 27. Januar 2015 nach eingehenden Laboruntersuchungen amtlich bestätigt. Weitere Untersuchungen in den Betrieben, in denen das infizierte Pferd gehalten wurde, ergaben bisher keine weiteren Befunde. Zu einer Verbreitung der Krankheit scheint es daher nicht zu kommen.
Derzeit wird durch das Bundeslandwirtschaftministerium mit den internationalen Regierungsorganisationen verhandelt, unter welchen Voraussetzungen ein Im- und Export deutscher Pferde stattfinden kann. Das Direktorium bringt sich in diesen Diskussionsprozess im Sinne der deutschen Vollblutzucht mit ein. Bis zu einer abschließenden Stellungnahme des Bundeslandwirtschaftsministeriums, die die entsprechenden Kriterien zum Transport von Pferden in das Ausland, festschreibt, bitten wir die Züchter sich im Falle nun kurzfristig anstehender Transporte umgehend mit ihren ausländischen Vertragspartnern in Verbindung zu setzen und sich über deren Kriterien zur Bedeckung zu informieren. Anfang der kommenden Woche sind weitere Gespräche mit dem Landwirtschaftsministerium geplant. Weitere Informationen zu diesem Thema werden wir kurzfristig an unsere Mitglieder weitergeben.“













