„Ich habe mich eben noch von ihm verabschiedet.“ Jean-Pierre Carvalho sprach gegenüber GaloppOnline offiziell aus, was die Spatzen seit einigen Tagen von den Dächern pfiffen und inoffiziell im Internet als bislang nicht bestätigtes Gerücht kursierte.
Der letztjährige zweifache Gruppe I-Sieger Ivanhowe ist von seinem Heimatgestüt Schlenderhan nach Australien verkauft worden. Heute gegen 18 Uhr hat der fünfjährige Soldier Hollow-Sohn sein Trainings-Quartier in Bergheim Richtung England, wo er die Quarantäne-Zeit verbringen wird, verlassen. Danach geht es dann drei Wochen später weiter Richtung Australien, wo Ivanhowe seine Rennlaufbahn fortsetzten soll und vielleicht sogar der Nachfolger vom diesjährigen Melbourne Cup-Sieger Protectionist werden wird.
„Klar bin ich ein wenig traurig und auch gerührt. Schließlich ist Ivanhowe mein erster Gruppe I-Sieger, den ich trainieren durfte. Aber auch viel Stolz ist dabei. So ein Pferd trainiert und auf die wichtigsten diesjährigen Ereignisse wie den Großen Preis von Baden, den Arc und den Japan Cup vorbereitet zu haben, das ist einfach etwas ganz besonderes“, schwärmt Carvalho von seinem Ex-Crack.
„Ein großes Kompliment an Schlenderhan, aber auch an die gesamte deutsche Vollbluzucht, dass sie bei der kleinen Anzahl an Mutterstuten immer wieder so herausragende Vollblüter mit internationalen Erfolgen hervorbringen“, ist der Franzose zudem voll des Lobes für seinen Arbeitgeber, das Traditionsgestüt Schlenderhan, sowie für die gesamte deutsche Vollblut-Szene.
„Das internationale Interesse an deutschen Vollblütern ist schon sehr bemerkenswert“, fügt Jean-Pierre Carvalho noch hinzu.
Das ist sicherlich richtig, doch so erfreulich das Interesse der internationalen Kundschaft an deutschen Klasse-Vollblütern auch ist, so bedenklich stimmt dennoch der kontinuierliche Ausverkauf und Weggang „unserer“ Gruppe-Cracks.











