Nur einen Ritt hat Andreas Suborics (43) am Mittwochabend in den neuen Prüfungen auf der Rennbahn Happy Valley gehabt, am Sonntag in Sha Tin keinen. Nicht viel für einen mehrfachen Jockeychampion, der auf der ganzen Welt große Rennen gewonnen hat. Michael Luxenburger sprach für GaloppOnline.de mit dem gebürtigen Wiener beim Frühstück im Casino des Hong Kong Jockey Club auf der Rennbahn Sha Tin.
GaloppOnline.de: Wie ist Ihre Lage momentan in Hong Kong?
Andreas Suborics: Ich vergleiche meine Situation hier gerne mit der eines Fußballspielers, und zwar mit der von Pizzarro. Das ist ein Sportsmann, den ich sehr schätze. Ich bin ja ein Sportler im fortgeschrittenen Alter, und ich habe einen Vertrag mit dem größten Verein der Welt. Aber ich bin halt kein Stammspieler mehr. Zur Zeit läuft es nicht so gut. Ich würde gerne mehr gute Pferde reiten. Woche für Woche bin ich dafür hart am arbeiten. Es ist wie im Motorsport: Wenn du ein gescheites Auto hast, ist die Siegchance halt größer.
GaloppOnline.de: Haben Sie nach ihrem neuerlichen schlimmen Sturz vor ein paar Wochen hier in Hong Kong noch den gleichen Mumm?
Andreas Suborics: Natürlich. Mit Angst könnte ich nie in den Sattel steigen. Da müsste ich ja sofort aufhören.
GaloppOnline.de: Die schnellen Autos unterm Sattel sind ja momentan bei Ihnen eher Mangelware. Überlegen Sie also, wieder nach Deutschland zu kommen?
Andreas Suborics: Ich will das nicht ausschließen, dass ich meine letzten ein, zwei Jahre wieder in Deutschland reite. In Köln oder in München, wobei diese Reihenfolge nicht bindend ist. Und dabei spielt es schon auch eine Rolle, dass meine Frau Natascha ein bisschen Heimweh hat.












