Bravo Baron – Ullmann für Entscheidung belohnt

Platz sechs für Ivanhowe im Japan Cup. Nur fünf Japaner waren zu stark für Deutschlands Hoffnung. Allesamt Gruppe I-Sieger. Allesamt Superstars in ihrer Heimat. Manche gar weltweit. Der japanisch Leger-Sieger, das höchsteingestufte Pferd der Erde, der frische Gentildonna-Bezwinger, die zweifache Japan Cup-Siegerin selbst und die japanische Diana-Siegerin. Nur diese fünf waren zu gut für Ivanhowe. „Der Deutsche verkaufte sich als Sechster mehr als achtbar“, stellte auch die Racing Post dem Soldier Hollow-Sohn aus Schlenderhan ein erstklassiges Zeugnis aus.

Lohn für die Leistung waren umgerechnet 125.000 Euro Preisgeld. Belohnt wurde auch Georg Baron von Ullmann für seine Entscheidung zu Filip Minarik zu halten und keinen internationalen Superstar in den Sattel zu beordern. Während man sich in Schlenderhan für den Auftritt im Prix de l’Arc de Triomphe noch gegen Minarik und für William Buick entschied, machte Ullmann bereits unmittelbar nach dem Sieg von Ivanhowe im Grossen Preis von Bayern klar, dass Minarik bei einem weiteren Start 2014 im Sattel bleiben würde. Egal, wo dieser sein würde.

Ullmann hielt sein Wort und Minarik wurde auch für den Japan Cup als Reiter angegeben. Und durch einen Glanzritt von Filip Minarik wurde der Baron für diese Entscheidung belohnt. Die Minarik-Taktik, sich hinter Just A Way (am Ende Zweiter) zu legen und Gentildonna (am Ende Vierte) nicht aus den Augen zu verlieren, geht vol auf. Der Tscheche spart auf Ivanhowe an den Rails jeden Meter, galoppiert unterwegs keinen Zentimeter zu viel und serviert seinem Pferd ein ungestörtes Rennen.

„Man muss sagen, dass das wirklich perfekt geklappt hat und unsere Taktik voll aufgegangen ist. Vor dem Start war Ivanhowe ein wenig aufgekratzt, diese gigantische Kulisse und das Geschrei der Leute war einfach neu für ihn. Da war es vor dem Start lauter als im Stadion bei Borussia Dortmund. Ivanhowe hat sich dann aber schnell wieder gefunden und ist direkt gut und relaxt galoppiert. In den Schlussbogen hinein hatte ich noch ein sehr gutes Gefühl. Das war dann Gänsehaut pur. Ich wusste, dass wir etwas abbekommen würden“, fasst Minarik sein Japan Cup-Ritt gegenüber GaloppOnline.de zusammen.

Mit dem Ritt im Japan Cup erfüllte der Baron Minarik einen Lebenstraum. Jeder, der den Tschechen kennt, weiß, dass dieser immer davon träumte, in einem der Monstre-Rennen dieser Welt mitzureiten. Nur einmal dabei sein war immer der Traum Minariks. Doch im Japan Cup war er nun nicht nur dabei, Ivanhowe hat dem Cup zumindest einen kleinen Stempel aufgedrückt und weiter Werbung für die deutsche Zucht gemacht.

„Es war ein unbeschreibliches Erlebnis und tolles Spektakel. Wer den Rennsport liebt, und das tue ich über Alles, weiß, dass diese Rennen etwas ganz Besonderes sind. Ich bin sehr dankbar, dass ich das erleben durfte“, so noch einmal Minarik. GaloppOnline.de meint: Bravo Baron – der richtige Reiter war an Board!

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