Protectionist: Ullmann war dabei & Ascot ein Thema

Auf den Tag zwei Wochen ist es jetzt schon her: Melbourne Cup-Sieg durch Protectionist. Vor vierzehn Tagen machte uns der Monsun-Sohn mächtig stolz. Erstmals war ein deutsches Pferd im größten Rennen Australiens angetreten und dann gleich ein Volltreffer. Zwei Wochen nach dem Cup fragte GaloppOnline.de im Rennstall von Kris Lees nach, wie es Protectionist geht.

„Es geht ihm ausgezeichnet. Protectionist ist sehr aufgeweckt und macht einen extrem frischen Eindruck. Zwei Wochen nach dem Rennen kann man mit Gewissheit sagen, dass er den Cup mehr als nur gut weggesteckt hat. Wir könnten aktuell nicht zufriedener mit ihm sein“, heißt es aus Australien.

In den vergangenen Tagen machten die Chipping Norton Stakes, ein 1600 Meter-Rennen im Februar, der Australian Cup in Flemington im März über 2000 Meter und die Queen Elizabeth Stakes (2000 Meter-Rennen im April in Randwick) als erste große Protectionist-Ziele in 2015 die Runde. Und jetzt nimmt das Protectionist-Team endlich auch wieder mal Europa als mögliche Startoption in den Mund.

„Nach dem Sydney Herbst werden wir uns mit allen möglichen Zielen in Europa beschäftigen. Und ich würde lügen, wenn wir nicht auch über Royal Ascot nachdenken würden. Unser Traum ist es, einmal in Royal Ascot dabei zu sein“, so Mitbesitzer Jamie Lovett. 

„Wir sind sicher, dass er auch über 2000 Meter eine scharfe Klinge schlagen kann. Wenn man sich seine Rennen ansieht, sieht man, dass er unterwegs gut geht und ich bin zuversichtlich, dass er über 2000 Meter gewinnen kann. Andreas Wöhler hat uns gesagt, dass wir behutsam mit ihm sein müssen und er uns dann belohnen wird und sich noch steigert. Wie oft er läuft, entscheidet nur Trainer Kris Lees“, so Mitbesitzer Luke Murell. Bei RaceBets notiert der Hengst in einem eigens angebotenen „Protectionist Spezial“ auf einen Sieg in Royal Ascot bei 150:10 (Zum Spezial).

Protectionist gehörte im Übrigen auch einmal zur Hälfte Georg Baron von Ullmann. Als Züchter Dr. Christoph Berglar Protectionists Mutter Patineuse zu Monsun schickte, machte er dieses auf der Basis eines „Foal Share“. Als Protectionist zur Welt kam, gehörte er also erst den beiden Freunden zusammen, doch Dr. Berglar kaufte Baron Ullmann dessen Hälfte als Jährling ab. Mittlerweile steht der Hengst zu 100% im Besitz von Australian Bloodstock, das sich schon vor dem Melbourne Cup die Hälfte des Pferdes sicherte.

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