Vor einer Woche gewann Dr. Christoph Berglar den Melbourne Cup. Am ersten Dienstag im November schaffte es sein Monsun-Protectionist die deutsche Vollblutzucht weltweit noch einmal in ein anderes Licht zu rücken. Viertschnellster Cup-Sieger der 154jährigen Geschichte. Schnellster Sieger seit 12 Jahren. Und einer der imponierendsten aller Zeiten.
Deutschland sagt Danke Dr. Berglar. Das war Werbung für unsere gesamte Zucht. Berglar flog nur zwei Tage nach dem Melbourne Cup in sein Gestüt nach Kentucky, besuchte dort auch die Mutter des Melbourne Cup-Siegers Patineuse. Die Peintre Celebre-Tochter trägt aktuell von Hat Trick und wird im kommenden Jahr den Darley-Hengst Bernadini aufsuchen.
Der Rennsport wird immer internationaler. Der Melbourne Cup war das beste Beispiel dafür: Ein deutsches Pferd, trainiert von einem deutschen Trainer schlägt in Australien für australische Mitbesitzer ein von einem Engländer trainiertes englisches Pferd. Dritter wurde ein in Neuseeland trainierter Galopper im Besitz eines Iren. Ein aus England als Jährling importiertes Pferd belegte Platz vier.
Mehr noch: Die Jockeys der ersten vier Pferde waren ein Engländer, ein Franzose, ein Australier und ein Brasilianer. Internationaler geht nicht. Und das Beste an diesem Cup: der große Sieger war Deutschland.
65,3 Prozent des gesamten Preisgeldes von 6,2 Millionen Australischen Dollar gewann das deutsch gezogene Trio Protectionist, Araldo und Seismos. Australische Pferde gewannen im Cup aber gerade einmal 125.000 Dollar. Der Melbourne Cup 2014, er wird für immer unvergesslich bleiben.













