Überraschung im Herzog von Ratibor-Rennen in Krefeld, dem mit 55.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen für die Zweijährigen über 1700 Meter. Der klar favorisierte Adlerflug-Sohn Liberry Gold (22:10) aus dem Quartier von Paul Harley musste sich unter Martin Harley dem von Karl Demme für den Stall Leon trainierten 273:10-Außenseiter Los Cerritos geschlagen geben, der unter Martin Seidl sicher mit eindreiviertel Längen Vorsprung gewann. Dritter wurde mit dem Ebbesloher Ebeltoft ein weiterer Außenseiter, auf Platz vier landete der Dritte aus dem Preis des Winterfavoriten, Molly le Clou (Zum Video).
Unterwegs hatte man den späteren Sieger, einen Dr. Fong-Sohn, der aus der Zucht des Schweizer Gestüts Söhrenhof stammt, und auf der BBAG Breeze Up-Auktion 15.000 Euro kostete, bereits in vorderer Linie gesehen. In der Zielgeraden wurde er jedoch von Liberry Gold passiert, der auf dem Weg zum Sieg zu sein schien. Doch dann zog Los Cerritos, dessen letzte Form, als er in Köln Dritter war, durch den damaligen Sieger Palang noch am Samstag deutlich aufgewertet wurde, immer wieder an und konnte sich am Ende sogar noch von Liberry Gold lösen.
Für seinen Betreuer Karl Demme und auch Besitzer Artin Heboyan vom Stall Leon war es der bislang größte Erfolg im Rennsport, der Trainer war natürlich begeistert von seinem Schützling. „Er ist ein reiner Galoppierer, deshalb haben wir uns dafür entscheiden, dass er gleich vorne gehen soll. Den Boden mag er auch, ich glaube da haben wir für die nächste Saison ein feines Pferd“, so der Kölner Trainer. RaceBets kürzte den Derby-Kurs von Los Cerritos von 750 auf 300:10.
Liberry Gold, der sich am Start etwas bitten ließ, lief auch in der Niederlage nicht schlecht, wenig zu sehen war dagegen von Lovato und Ajalo, die man auch zu den chancenreichsten Pferden gezählt hatte.











