Es waren wirklich nicht die besten Voraussetzungen für den deutschen Starter im Prix de l’Arc de Triomphe, dem Schlenderhaner Ivanhowe, denn der Soldier Hollow-Sohn aus dem Stall von Jean-Pierre Carvalho musste aus Startbox 19 in das mit fünf Millionen Euro dotierte 2400 Meter-Rennen gehen, und das auf einem Boden, der kaum ideal für ihn gewesen sein dürfte. Und nach einem Rennen, in dem er stets in äußerer Spur galoppieren musste, spielte der vierjährige Hengst, der als 260:10-Außenseiter in das Pariser Monstre-Rennen in Longchamp gegangen war, dann schließlich auch keine Rolle.
Unterwegs sah man den Sieger des Großen Preis von Baden an sechster, siebter Stelle galoppieren, aber aus Startbox 19 konnte sein Jockey William Buick ihn eben nirgendwo „einparken“. Zwar kam er nicht weit hinter den ersten Pferden in den Einlauf, doch dann konnte er nicht entscheidend beschleunigen, so das früh abzusehen war, dass es für den deutschen Gast in diesem fantastisch besetzten Rennen nichts zu holen gab. Schließlich landete Ivanhowe auf dem 18. Platz, hinter ihm blieben nur Free Port Lux und der Ectot-Pacemaker Montviron. „Der Boden war zu schnell, er ist ein Pferd für weichen Boden. Und die Startbox war natürlich auch schlecht“, so Jockey William Buick nach dem Rennen. Die „Arc-Schlacht“ war für Ivanhowe also quasi schon vor dem Rennen verloren war, was wirklich schade war, denn bei optimalen Bedingungen hätte man den Sieger des Badener Grand Prix gerne in diesem Rennen gesehen.
Die Schlagzeilen machte so aber ein anderes Pferd, nämlich keine Geringere, als die Titelverteidigerin Treve, die ihren Erfolg aus dem Vorjahr wiederholte. Zwar nicht mit einer 5-Längen-Gala wie 2013, aber mit einem ungefährdeten 2-Längen-Sieg nach einem Glanzritt von Thierry Jarnet, den Trainerin Criquette Head-Maarek unbedingt auf der Stute haben wollte, weshalb Frankie Dettori, der Stalljockey der Al Shaqab Racing-Operation von Sheikh Joaan Al Thani im Sattel von Ruler Of The World Platz nehmen musste.
Der Katar-Scheich war natürlich außer sich vor Freude, denn ohne Zweifel ist der „Arc“ das mit Abstand wichtigste Rennen für das Mitglied der Katar-Herrscher-Familie. Mit zwei Längen Vorsprung setzte sich die Stute gegen Andre Fabres Flintshire durch, hinter dem Taghrooda, Kingston Hill, Dolniya und als bestes der japanischen Pferde Harp Star die weiteren Plätze belegten. „Ich habe nie das Vertrauen in sie verloren, sie hatte so viele Probleme, und dennoch hat sie heute gewonnen“, so Criquette Head-Maarek nach dem Rennen.










