Als Mitbesitzer des Gestüts Auenquelle und Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins ist Peter Michael Endres schon seit langem eine wichtige Person im deutschen Galopprennsport. In seiner Funktion als Düsseldorfer Präsident hatte er am Donnerstag die angenehme Aufgabe verkünden zu können, dass die Firma Henkel für fünf Jahre die Sponsorship für den Preis der Diana übernommen hat, der ab diesem Jahr auf dem Grafenberg ausgetragen wird. Aber auch zu der von seinem Gestüt gezogenen Topstute Gonbarda wusste Endres einiges zu erzählen.
‚Sie ist im Generalausgleich unglaublich schlecht weggekommen. Sie hat zwei Gruppe-I-Rennen gewonnen, wurde im Großen Preis von Baden nur von Warrsan geschlagen, blieb vor Westerner und Cherry Mix. Westerner war Zweiter im Arc, Cherry Mix anschließend Gruppe-I-Sieger in Italien. Westerner steht im World Thoroughbred Ranking gemeinsam mit Azamour bei den vierjährigen und älteren Pferden in Europa an der Spitze. Dies ist nur ein Vergleich. Ich kann ihre Einschätzung nicht nachvollziehen‘, so Endres, dessen Gestüt einiges von der Kaufsumme, die Sheikh Mohammed nach Deutschland überwies, wieder in den Rennsport investieren will.
‚Das haben wir immer getan und auch jetzt fließt wieder etliches Geld in den Rennsport zurück. Auch in das Unternehmen vor Sheikh Mohammed. So haben wir etliche Stuten zu seinen Hengsten gebucht. Singspiel werden wir gleich viermal berücksichtigen, dazu geht noch eine Stute zu King’s Best‘, erklärt Endres, der sich auch verwundert über die Wahl zum Galopper des Jahres zeigt.
‚Zunächst einmal bleibt festzuhalten, dass ich über die Nominierung des Kandidaten Shirocco schon sehr überrascht war. Nicht der Leistung wegen, sondern weil er bei seinen Einsätzen halt nicht in der Bundesrepublik in Training war. Ganz offensichtlich hat es da eine Grundsatz-Änderung gegeben, hat man den Status, dass nur in Deutschland in Training befindliche Pferde zur Auswahl kommen, geändert. Bekannt war mir dies nicht.
Ohne Frage war Shiroccos Erfolg im Breeders’ Cup ein außerordentliches Ergebnis. Aus dieser Sicht gesehen, ist Baron Ullmanns Hengst ein verdienter Sieger. Es gab aber schon bessere Präsentationen. Vor allem die Filmpräsentation der Kandidaten fand ich in diesem Jahr nicht unbedingt berauschend. Und man sollte, um Irrtümer zu vermeiden, in Zukunft wirklich klar formulieren, wie die Bedingungen bei der Auswahl der Pferde sind.‘
Über die Lando-Tochter Gonbarda kann Endres nur Gutes berichten: ‚Gonbarda ist derzeit in Dubai. Sie wird auf ein Rennen während des Meetings in Dubai vorbereitet. Ich denke auf ein ganz großes Ereignis. Wir werden uns dies in Dubai ansehen. Zur Maktoum-Familie haben wir seit langem ein gutes Verhältnis. Wir sind ja schon seit Jahren im Geschäft.‘











