Löwe-Form hält an – Indian Rainbow Zweite im ‚Lieurey‘

Ein bisschen zickig war sie vor dem Start schon, die von Andreas Löwe für den Stall Mandy trainierte Indian Rainbow. Aber was sie am Freitag auf den folgenden 1600 Meter im zur Gruppe III zählenden Prix de Lieurey (80.000 Euro) zeigte, war zum einen eine Demonstration ihrer Klasse, zum anderen aber auch ein weiteres Beispiel für die unverändert starke Form des Kölner Altmeisters Andreas Löwe.

Nachdem die dreijährige Indian Haven-Tochter vor dem Start noch etwas unruhig wirkte, konnte sie ihr Partner Ioritz Mendizabal im Rennen schnell zur Ruhe bringen. Nach einem Rennen vom achten Platz aus, machte sich die Lady aus Weidenpesch unter Höchstgewicht in der Zielgeraden auf die Verfolgung und sammelte an der Außenseiter beinahe alle vor ihr liegenden Gegnerinnen ein.

Lediglich die 30:10-Favoitin Bawina aus dem Besitz der Gebrüder Wertheimer und bei Carlos Laffon-Parias in Trainer war unter Olivier Peslier zu stark für die deutsche Gaststute, die als 230:10-Außenseiterin auf die Reise. Dritte wurde Visoriyna.

Für Andreas Löwe geht damit eine bemerkenswerte Saison weiter. Nach den Gruppe I-Siegen von Lucky Lion und zuletzt Sirius punktet nun Indian Rainbow, die zweite aus den German 1000 Guineas, erneut auf Gruppe-Niveau. Dazu feierte man mit Diamond Dove den zweiten Platz im Henkel-Preis der Diana.

Ohne Chance war vorher im zur Listenklasse zählenden Prix de la Vallée d’Auge (55.000 Euro) über 1000 Meter für zweijährige Pferde der von Michael Figge für Waltraut Spinner trainierte Cheik Bere. Unter Flavien Prat reichte es für den Hold That Tiger-Sohn nur zum zehnten und damit vorletzten Platz hinter dem Sieger Souvenir Delondres (45:10).

Einen deutschen Sieg gab es an diesem Freitag auch noch. Das Verkaufsrennen über 1500 Meter ging den Auenqueller Daring Storm (29:10, Anthony Crastus) aus dem Stall von Jens Hirschberger. Auf Rang vier verdiente Ratana von Andreas Löwe ebenfalls noch Geld.

Doch nicht nur in Frankreich waren deutsche Galopper am Freitag erfolgreich. In Meran gewann die von Werner Glanz trainierte Lili Moon (54:10, Benjamin Clös) den zur Listenklasse zählenden Premio Terme Di Merano (41.800 Euro) über 2200 Meter. Ihre Trainingsgefährtin Lady’s Day (Tamara Hofer) wurde Dritte. Die von Peter Schiergen vorbereitete Guajara (Mirco Demuro) wurde Vierte.

In San Sebastian gewann der für Simon Springer trainierte Narrow Hill (21:10) die Copa De Oro (68.000 Euro), einen Lauf zur Defi du Galop der Listenklasse über 2400 Meter. Es war bereits der dritte Erfolg des Tiger Hill-Sohnes während der Defi du Galop 2014.

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