Hannover: Gruppe I-Siegerin Penelopa im Listenrennen

Wie in Hoppegarten am Ostersonntag, so gibt sich auch im Listenrennen in Hannover am Ostermontag ein Gruppe I-Sieger, oder besser gesagt, eine Gruppe I-Siegerin, die Ehre. Es handelt sich um keine Geringere, als die im Besitz der Litex Commerce AD stehende Diana-Siegerin Penelopa, die im Großen Preis von Rossmann ihr Saisondebüt gibt (Zum Langzeitmarkt).

Über dem mit 25.000 Euro dotierten Listenrennen für die Stuten über 2200 Meter könnte ohne weiteres auch ein fettes G stehen, so sensationell ist diese Listen-Prüfung besetzt. Die Tatsache, dass sich eine Diana-Siegerin die Ehre in einer Listen-Konkurrenz gibt, ist für sich gesehen schon ein „Hammer“. Aber normalerweise würde man vermuten, dass so ein Pferd eher abschreckend auf mögliche Gegner wirkt.

Im konkreten Fall ist das Gegenteil eingetreten, denn mit Berlin Berlin und Night Power haben zumindest zwei Stuten bewiesen, dass sie auf Grand Prix-Niveau bestens zurechtkommen. Die unglückliche Berlin Berlin schaffte dies sogar gegen Hengste und verlor ihren Gruppesieg im Hansa Preis bekanntermaßen erst am grünen Tisch. Die Listensiegerin Lady Liberty wird mit der guten Löwe-Stallform im Rücken gewiss eine genauso scharfe Klinge schlagen wie die Jaber Abdullah-Stute Star Lahib, die zum zweiten Mal in Deutschland ihre Visitenkarte abgibt.

Die Karlshoferin Scouting soll sich noch schnell Black Type holen bevor sie in die Zucht geht und wird von Marvin Suerland geritten, der durch die Initiative von Holger Faust in Hannover einen Oster-Break einlegt und von Katar einfliegen wird.

Die Norwegerin Mill Marin ist eine unbekannte Größe in diesem Rennen doch sicherlich nicht chancenlos, zumal ihr Betreuer Wido Neuroth seine Deutschland-Engagements immer reiflich überlegt. Auf jeden Fall wird die Listen-Prüfung durch die Norwegerin zusätzlich international gewürzt.

Dass ausgerechnet im Preis von Hannover 96, einem Ausgleich I über die Meile, Trainer Paul Harley zwei Pferde satteln wird ist hoffentlich ein gutes Omen. Gregor Baum vom Gestüt Brümmerhof und sein Sohn David, dem eigentlichen Besitzer von Messi, sind beide leidenschaftliche 96-Fans und hoffen das sie ihr „Heimspiel“ mit dem New Approach-Sohn am Hannover 96-Renntag gewinnen.

Für Paul Harley ist es seit seinem Umzug die Heimpremiere und quasi auch die Saisonpremiere, wenn man das letzte Düsseldorfer Laufen von Laeyos von vor drei Wochen als Generalprobe bewertet. Die Prüfung ist hochinteressant besetzt und erscheint völlig offen. Beau Reve nach seinem bärenstarken Düsseldorfer Saisondebüt, sowie Love Happens, die vor zwei Wochen in Hoppergarten auf Listen-Niveau keineswegs enttäuschte, gucken vielleicht auch auf Grund ihres Konditions-Vorteils etwas heraus. Dennoch sollten sowohl die Brüder Empre Hurricane und Ever Strong, als auch die übrigen Konditions-Pferde Laeyos und Nordic Truce sowie der zweite Gröschel-Vertreter Waletta berechtigte Chancen anmelden.

Ein Black Type-Rennen und ein Ausgleich I am selben Tag und selben Platz bedeuten schon, dass die Besucher herausragenden Sport geboten bekommen. Doch die Zuschauer dürfen sich obendrein auf drei Maiden-Konkurrenzen für den Derbyjahrgang freuen und ein Handicap für die zweitbeste Ausgleichs-Klasse. Die Stuten-Konkurrenz führt über weite 2200 Meter und man sollte die Augen offenhalten, ob man in dem völlig offenen Rennen genauso wie letzten Sonntag in Düsseldorf bei Weltmacht’s Sieg, veritable Diana-Kandidatinnen zu sehen bekommt.

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