Von den zahlreichen ex-deutschen Pferden, die täglich in aller Welt an den Start gehen, erschienen am Mittwoch besonders Fast Delivery und Great Storm interessant. Während Ersterer in Nottingham Richtung Epsom Derby marschieren sollte, kam Letzterer erstmals in Hong Kong an den Ablauf, nachdem er zuletzt im Sommer 2013 in Hamburg als Dabbitse auf Gruppe III-Niveau zugeschlagen hatte.
Fast Delivery ist ein dreijähriger englischer Authorized-Sohn, der als Jährling in Baden-Baden das Interesse des Goldolphin-Agenten John Ferguson fand, weil seine Mutter Rosenreihe für seine Zuchtstätte Gestüt Wittekindshof (das Foto zeigt Gestütsleiter Karls Jörg) den Preis der Diana auf Gruppe I-Level gewinnen konnte.
Der 55.000-Euro-Kauf hatte als Zweijähriger auf dem Ehrenrang gut debütiert und schien diesmal als Co-Favorit an der 400-Meter-Marke vorbei klar auf der Siegerstraße.
Doch dann packte der Debutant Sacred Act aus dem Hintertreffen gewaltig an und überlief Fast Delivery auf den letzten Metern noch fast leicht. (Video ansehen).
Er zahlte 110:10 und fand sicher den Weg auf viele Favoriten-Listen, denn hier gab offenbar ein kommendes Gruppepferd seinen Einstand. Aber auch Fast Delivery dürfte nur dann länger sieglos bleiben, wenn er demnächst erneut auf noch nicht erkannte Cracks stoßen sollte.
Sacred Act war in Nottingham der Auftakt zu einem Hattrick für das Team Williem Buick/John Gosden. Im Anschluss siegte zunächst auch der zweite dreijährige Hengst GM Hopkins (38:10) wie ein besseres Pferd.
Später klappte es im Listen-Highlight auch noch mit Flying Officer (38:10), der für seinen Züchter George Strawbridge beim vierten Start zum dritten Mal als Sieger durchs Ziel ging. Damit hat der Vierjährige seinen Hut für den Yorkshire Cup in den Ring geworfen, in dem er bereits in die Spitze der englischen Cup-Steher vorstoßen könnte.
Das Staunton-Handicap war dann um 16:50 Uhr das Highlight des Renntages in Happy Valley. Hier gab Dabbitse unter seinem neunen Namen Great Storm das verspätete Debut in seiner neuen Heimat, seit er beim Derby-Meeting 2013 in Hamburg gegen Smooth Operator zum Gruppe III-Sieger aufgestiegen war.
Über 1.000 Meter hatte der Fünfjährige aus der Box heraus Probleme, das hohe Tempo aufzunehmen, und fiel im Schlussbogen auch noch um zwei Ränge auf den drittletzten Platz im Zwölferfeld zurück.
Auf der Geraden war er nie in der Nähe des 107:10-Siegers My Name is Bond, packte auf dem letzten Stück aber noch sehr gut an und war im Ziel als Siebter nur um drei Längen geschlagen. Demnach sollte man Great Storm unbedingt verfolgen, der vielleicht schon demnächst über einen etwas längeren Weg an seine guten Dabbitse-Zeiten anknüpfen kann.











