Erstmals als offizieller Wertungsteilnehmer einer Fegentri-Prüfung konnte sich am Samstag in Cagnes Vinzenz Schiergen durchsetzen. Dabei zeigte der 16 Jahre alte Amateur auf dem 227:10-Außenseiter Little Garcon den spektakulärsten Ritt seiner Karriere, die mal gerade ein Jahr alt ist.
Der mittlere Sohn von Gisela und Peter Schiergen absolvierte erst seinen zweiten Auslandsritt überhaupt, nachdem er seinen älteren Bruder Dennis am Ende des Vorjahres als Fegentri-Ersatzreiter schon einmal nach Qatar begleitete hatte.
Am Samstag stieß er in einem G-Verkaufsrennen auf Frankreichs beste Amateure und weitere Weltmeisterschaftsteilnehmer. Nachdem sein im Vorfeld als fast chancenlos eingestufter Partner endlich zum Einrücken in die Startbox bewegt worden war, sprang er erstmal schlecht ab.
Über 1.500 Meter rückten die beiden „Jungs“ gegenüber aber zügig ans Feld, das sich wie fast immer schon vor dem Schlussbogen weit nach außen orientierte. Vinzenz ging viel weiter innen als alle anderen und kam in bester Spurenfuchs-Manier schon führend auf die Gerade.
Dort blieb er allein in der Mitte der Bahn, half seinem Pferd von Galoppsprung zu Galoppsprung mit viel Gefühl über den Acker und kam schließlich Hals/kurzer Hals vor Stephan Hoffmeisters Earl of Fire sowie Mystical Power ins Ziel.
Auf denen dürften die Spitzen-Amateure Boisgontier und Guy schon einmal einen Vorgeschmack auf kommende Fegentri-Duelle bekommen haben. Trotz professionellen Finishs und pausenlos sehr erfolgversprechend wirkenden Angriffen kamen sie einfach nicht vorbei.












