Am Samstagmorgen gab Salon Soldier in den bereits von Ex-Deutschen wie Mawingo und Lucas Cranach mit Erfolg getragenen Farben von Australian Bloodstock seinen Australien-Einstand. Trainer Kris Lees hatte ein Handicap über 1.600 Meter in Randwick ausgesucht, dass der ehemalige Hornoldendorfer beeindruckend an sich brachte.
„Ich hatte ein sehr gutes Laufen erwartet, über die vielleicht zu kurze Meile aber nicht unbedingt mit einem Sieg gerechnet. Ich wäre aber enttäuscht gewesen, wenn sich Salon Soldier nicht zum Ende des Rennens ins Bild gebracht hätte“ so der Trainer, dessen Hoffnungen nicht enttäuscht wurden.
Auf 72:10 heruntergewettet wartete Jockey Jim Cassidy zunächst im hinteren Teil des Feldes ab. Auf der Geraden sammelte der vormalige Schiergen-Schützling dann seine Gegner ein, wobei er mit tollem „Turn of Foot“ leicht mit zweieinhalb Längen Vorsprung gegen den Favoriten Our Desert Warrior zum Zuge kam.
Der vom Gestüt Wittekindshof gezogene Soldier Hollow-Sohn kassierte für seinen Erfolg 48.750 australische Dollar, umgerechnet gut 34.000 Euro. Als Jährling hatte er den Stall Hornoldendorf in Baden-Baden 36.000 Euro gekostet. Zwischen zwei Gruppe 3-Platzierungen war er 2012 zu Pastorius Siebter im Deutschen Derby geworden.
„Ich warte jetzt ab, bis sich der Staub gelegt hat, und suche dann eine passende Aufgabe in Melbourne für Salon Soldier aus. Möglichkeiten gibt es genug, ich habe nicht vor, den Fünfjährigen sofort zu überreizen. Am Tag des Melbourne Cup (5. November) gibt es in Flemington ein Listenrennen über 1.800 Meter. Das könnte passen, aber ich warte erst einmal ab, wie er nach der Reise in Melbourne ankommt.“
Und zu den Plänen in etwas fernerer Zukunft hat sich der Coach auch schon Gedanken gemacht: „Der Hengst hat in Europa gute Mitteldistanz-Formen abgeliefert, was hierzulande auch für 2.400 Meter reicht. Deshalb könnte er langfristig ein Pferd für die BMW Stakes (2.400 Meter) im April in Sydney sein.












