Es ist der schwärzeste Tag des deutschen Rennsports in der Saison 2013. Ein Jahr nach dem Horror-Aus von Danedream im Prix de l’Arc de Triomphe verwehrt uns der Turf-Gott schon wieder einen hoffnungsvollen Starter im wichtigsten Pferderennen der Welt. Novellist kann aufgrund eins Infekts nicht am Arc teilnehmen, wurde nicht wie geplant am Samstagmorgen Richtung Paris verladen. Entsetzen bei allen Beteiligten. Das ganze Novellist-Lager ist in Schockstarre!
Und natürlich alle Novellist-Wetter. Denn diese hatten dem Tag X in Longchamp seit Wochen und Monaten entgegengefiebert und ihre Wetten auf den vierjährigen Monsun-Sohn längst platziert. Und das teils zu hohen Kurse in den entsprechenden Langzeitmärkten. Kurse bis zu 500:10 in Langzeitmärkten sollen auf Novellist platziert worden sein. Kein Wunder also, dass das Aus des aktuellen Helden aus dem Grossen Preis von Baden auch in der Wett-Welt Wellen schlägt.
Während die englischen Buchmacher am Samstagmorgen teilweise durchaus aufatmeten und ein Mitarbeiter eines führenden Wettanbieters auf der Insel sogar von „Erleichterung“ wegen der vermeintlich hohen Auszahlung auf Novellist twitterte, zeigte sich der offizielle Wettanbieter des deutschen Galopprennsports, RaceBets.com, kulant in Sachen Sieg-Wetten im Arc.
„Die Nachricht vom Aus von Novellist war ein großer Schock und wir haben uns sofort Gedanken gemacht, was wir machen können, um den zahlreichen enttäuschten Wettern den Arc-Tag zumindest teilweise zu retten, wenn das überhaupt möglich ist.‘
‚Die Entscheidung war nicht ganz leicht, haben wir durch unsere vorangeschrittene Internationalisierung hohe Umsätze auf das Rennen aus England und Irland und Novellist wäre für uns gegen die für uns teuersten Pferde Orfevre und Ruler Of The World gelaufen. Wir haben uns aber trotzdem dazu entschieden, unseren deutschen Kunden die Hälfte ihres Einsatzes auf Sieg als Arc-Bonus zu erstatten. Hoffen wir, dass alle Novellist-Fans dem Wunsch von Herrn Dr. Berglar nachkommen und den Tag irgendwie doch genießen“, heißt es von offizieller Seite.
Branchenriese Paddy Power verkündete vor wenigen Tagen, dass Novellist eines der teuersten Pferde und ein katastrophales Ergebnis im Arc darstellen würde. Auch bei anderen führenden Firmen der Insel soll der deutsche Superstar in der vergangenen Woche verstärkt gewettet worden sein. Da es sich um ein deutsches Pferd und keinen Sympathieträger in England handelt, ist nicht damit zu rechnen, dass es bei den englischen Buchmachern eine ähnliche Rückerstattung geben wird.
Als generell schlechtestes Ergebnis der Branche gilt wie im Vorjahr mit Abstand der Japaner Orfevre, dessen Langzeitkurs am Samstagmittag bis auf 30:10 gefallen ist.











