Coolmore-Trainer Aidan O’Brien äußerte sich am Sonntag gegenüber der Presse betreffend seiner aktuellen Arc-Pläne. Der Chef des Ballydoyle-Trainingszentrums gab an, aktuell noch vier Pferde in den Arc schicken zu wollen.
Die internationalen Buchmacher räumen davon dem Sieger des Epsom Derbys Ruler of the World die besten Chancen ein, den beispielsweise RaceBets.com in seinem Arc-Langzeitmarkt bei 110:10 als fünften Favoriten führt.
Nach dessen Flop im irischen Derby und einer kleinen Pause hat sich der Fuchs zuletzt in einem der beiden Arc-Trials am vorletzten Sonntag in Longchamp eindrucksvoll zurückgemeldet. Nur auf Grund der ungünstigeren Kopfbewegung verlor er nach Zielfoto gegen den japanischen Derbysieger Kizuna, der somit nachvollziehbar bei 90:10 direkt vor ihm im Wettmarkt auftaucht.
Die zweitgrößte Hoffnung O’Briens auf seinen zweiten Arc-Triumph nach Dylan Thomas im Jahr 2007 heißt Leading Light. Der ebenfalls dreijährige Hengst hat zuletzt mit dem englischen St. Leger ebenfalls einen Klassiker gewonnen und steht aktuell 260:10.
Dazu sein Trainer: „Leading Light arbeitet in dieser Woche schnell, erst danach könnte die Entscheidung fallen, ob er dann in der Woche vor dem Rennen nachgenannt wird. An Klasse mangelt es ihm nicht, er ist aber etwas faul.“
Die beiden genannten wird sein Sohn Joseph kaum reiten können, der schon im Vorjahr auf Camelot durch Frankie Dettori ersetzt werden musste, weil er die 56 Kilogramm, die ein dreijähriger Hengst im Arc zu tragen hat, kaum bringen kann.
Somit würde er wohl auch nicht der Partner von Kingsbarns sein, der über Winter und in diesem Jahr lange als Favorit für das Epsom Derby galt, aber nicht vor dem 7. September herauszubringen war. Sein Comeback in den Irish Champion Stakes in Leopardstown stand allerdings unter keinem glücklichen Stern.
„Beim Überqueren des Übergangs auf der Gegenseite hat sich Kingsbarns offenbar selber die Vorderfußwurzeln angeschlagen. Joseph musste ihn sich daraufhin erst wieder sortieren lassen und hat ihn im weiteren Rennverlauf dann richtiger Weise nicht mehr hart angefasst. Er hat das Pferd damit geschützt, der Zug war sowieso abgefahren.“
Damit sind die mehr als 58 Längen Rückstand, die für Kingsbarns letztlich als Abstand zur Siegerin The Fugue angegeben wurden, vom Trainer erklärt. Er hält weiterhin große Stücke auf Kingsbarns: „Wir haben ihn immer als möglichen Champion angesehen, aber der Arc wäre natürlich nach der Sache in Leopardstown eine riesige Herausforderung. Er kommt alternativ für die Champion Stakes in Ascot in Frage.“
Sein Sohn Joseph käme damit wohl nur für den vierjährigen Camelot in Frage, dessen Auftritt im Arc O’Brien-Senior ausschließt, sollte der Boden auch nur elastisch sein: „Camelot läuft nur, wenn der Boden gut oder fester ist.“
Der Vorjahressieger des Epsom Derbys steht somit auf RaceBets.com 510:10. Da alle Trials gelaufen sind, dürfte sich an der Favoritengruppe für den Arc eigentlich kaum noch etwas ändern. Orfevre ist nach seiner Trial-Gala am vorletzten Sonntag bei 45:10 Favorit.
Im Wettmarkt ist ihm Treve auf den Fersen, die 50:10 steht, seit sie sich am selben Tag in sehenswertem Stil den Prix Vermeille sicherte. Zwischendurch hat sie wieder gearbeitet und dabei Trainerin Christiane Head-Maarek als auch Jockey Frankie Dettori dermaßen begeistert, dass ihre Nachnennung als absolut sicher gilt. Dritter Favorit und jetzt für 65:10 im Angebot ist Novellist, von dem Trainer Andreas Wöhler in der vergangenen Woche ebenfalls nur höchst Positives zu berichten wusste. (Zum Langzeitmarkt)












