Andre Fabre ist und bleibt einer der genialsten Trainer der Welt. Sein jüngstes Meisterstück heißt Vancouverite, der am Donnerstag in Deauville seine Siegesserie auf Gruppe II-Niveau fortsetzte, die nach einem schwachen Debut im März Mitte April mit einem G-Erfolg über den Deutschen Nicolosio begonnen hatte.
Nach einem B- und einem Listensieg bezwang der Dansili-Sohn nun in Deauville nicht weniger als drei Gruppe I-Sieger im Prix Guillaume d’Ornano, der selbst bereits im nächsten Jahr auf Gruppe 1-Status angehoben werden dürfte.
Unter dem jungen Pierre-Charles Boudot, der dabei ist, sich mit dem Vertrauen Fabres im Rücken zu einem Spitzen-Jockey zu mausern, hatte „der Einwohner der kanadischen Stadt Vancouver“ kaum Probleme, den Außenseiter Pilote auf Rang zwei zu verweisen.
Der Godolphin-Hengst ist schließlich auch blaublütig gezogen, denn er entstammt einer Siegerin von Selkirk, deren Mutter Melikah in den englischen und den irischen Oaks Gruppe I platziert lief. Die Listensiegerin hatte als Jährling 1998 zehn Millionen französische Francs gekostet.
Als Tochter der Arc-Siegerin Urban Sea ist die von Lammtarra stammende Melikah nämlich eine Halbschwester von Legenden wie Galileo und Sea the Stars. Außerdem hat Vancouverites Halbschwester Khawlah 2011 in Meydan die UAE-Oaks und auf Gruppe II-Parkett das UAE-Derby gewonnen.
Ein Arc-Pedigree also, und natürlich steht das größte Galopprennen der Welt laut Godolphin-Manager Simon Crisford jetzt auch auf der Agenda: „Er dürfte bestimmt stehen können, wahrscheinlich sind 2.400 Meter sogar seine beste Distanz.‘
‚Er müsste natürlich nachgenannt werden und der im Herbst mögliche weiche Boden ist nach dem Eindruck seines Einstandes gar nichts für ihn. Am Donnerstag ging er unterwegs aber so gut und zeigte im Finish eine derart tolle Galoppade, dass wir in den nächsten Wochen ernsthaft über einen Arc-Start nachdenken werden.“
Fabre wird dann wohl mit einer Schubkarre zum Satteln fahren, könnte er am ersten Sonntag im Oktober doch neben Flintshire und Intello nicht nur Vancouverite, sondern auch noch Ocovango, Triple Threat und vielleicht auch noch Sky Hunter aufbieten.
Im Arc-Spezial auf RaceBets.com wird eigens eine Wette darauf angeboten, dass Fabre den Sieger des Rennens sattelt. Aktuell steht der Fabre-Stall in der Langzeit-Rubrik 40:10. (Zu den Spezials)
Der offizielle Wettanbieter des deutschen Rennsports hat Vancouverite jedenfalls in seinen Langzeitmarkt für den Arc aufgenommen und bei 170:10 als chancenreichen Außenseiter installiert, der Kurs fiel am Freitag dann auf 150:10. Flintshire steht dort als Favorit momentan 50:10, gefolgt von Novellist bei 60:10 sowie Al Kazeem und Orfevre bei jeweils 70:10. (Zum Langzeitmarkt)












