Trennung nach toller Zeit: Minarik nicht mehr bei Asterbl?te

Es ist schon irgendwie eine kleine Bombe, die da am Montag in Weidenpesch explodierte. Trainer Peter Schiergen und Jockey Filip Minarik sind kein Team mehr. Zumindest offiziell nicht mehr. Filip Minarik ist nicht mehr länger Stalljockey am mächtigen Asterblüte-Quartier. Der Tscheche und einer der erfolgreichsten Reiter des letzten Jahrzehnts in Deutschland wird ab jetzt als Freelancer agieren.

„Ja, es stimmt. Filip ist nicht mehr in der Stalljockeyrolle an unserem Stall. Er möchte in Zukunft noch mehr als aktuell in Frankreich reiten und seine Chance dort weiter nutzen. Wir sind aber im absolut Guten auseinandergegangen und haben weiter ein gutes Verhältnis. Und das ist sicher nicht nur eine Floskel“, so Peter Schiergen in einer ersten Stellungnahme exklusiv gegenüber GaloppOnline.de.

Minarik, der mit dem Diana-Sieg 2012 auf Salomina das Highlight seiner Zeit bei Asterblüte feierte, hat in dieser Saison bereits 14 Rennen und knapp eine Viertel Million Euro an Preisgeld in Frankreich gewonnen. Das ist mehr, als der Champion-Jockey hierzulande in 2013 mit den von ihm gerittenen Pferden bisher in die Kassen der Besitzer galoppierte.

Minarik gilt als großer Frankreich-Fan und wird von deutschen Besitzern mit Erfolg gerne für die Ritte im Nachbarland verpflichtet.

„Wir hatten eine wirkliche tolle Zeit zusammen und Filip hat einen großen Teil zu vielen wichtigen Siegen beigetragen, vor allem auch durch seine exzellente Arbeitseinstellung im Stall selbst. Filip war über ein Jahrzehnt bei uns und war großer Teil des Erfolges“, so noch einmal Schiergen, der am Sonntag auf Gruppe I-Level nun Andreas Suborics auf den Rücken des Ebbeslohers Girolamo schmeißen wird.

Minarik hatte für den Großen Preis von Berlin schon frühzeitig das Engagement auf der Gruppe I-Siegerin Temida zugesagt, wollte dieses auch nach der Starke-Sperre und seinem ‚Girolamo-Aus‘ nicht mehr absagen.

Dem Vernehmen spielt Minarik schon länger mit dem Gedanken sich in Richtung Frankreich umzuorientieren.

Es bleibt zu hoffen, dass Minarik zumindest an den Wochenenden weiter in Deutschland in den Sattel steigen wird, zählt er nach wie vor zur absoluten Spitzengruppe der ohnehin hierzulande sehr dünn besetzten Jockeyszene.

‚Ich bin überaus dankbar für meine Zeit bei Peter und habe ihm und Gisela sehr viel zu verdanken. Sie sind wie meine Familie und es wird sicher ein harter Schritt, den ich nun gehe‘, so Filip Minarik gegenüber GaloppOnline.de.

Der Reiter weiter: ‚Ich befinde mich aber in der besten Phase meiner Karriere und wenn ich die Chance, im Ausland intensiver Fuß zu fassen, jetzt nicht versuchen will zu nutzen, wann dann. Ich werde durch die Rolle als Freelancer auch in den Top-Rennen in Deutschland sicher interessante Ritte bekommen und bin hungrig noch viele tolle Rennen zu gewinnen.‘

‚Als Sportler muss man manchmal auch ein Risiko eingehen, was ich jetzt tue. Das Verhältnis zu den Schiergens wird aber immer ein ganz Spezielles bleiben, wäre ich ohne sie heute nicht der Jockey Minarik, der ich bin.‘

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