Die Eclipse Stakes mit Pastorius am Samstag in Sandown waren am Mittwoch natürlich schon Thema in der englischen Fachpresse. Für die Einheimischen steht das Rennen natürlich in erster Linie im Zeichen der Royal Ascot-Revanche zwischen Al Kazeem, Mukhadram, The Fugue, vielleicht auch noch Camelot sowie Miblish.
Al Kazeem ist der Voraus-Favorit für Samstag, weil er zuletzt am 19. Juni in Ascot Mukhadram in den Prince of Wales’s Stakes noch mit einem Hals abfing, als The Fugue gut drei Längen zurück eine halbe Länge vor Camelot Dritte wurde. Scheich Hamdans Stalljockey Paul Hanagan freut sich nach eigener Aussage auf das „fantastische Rennen“:
„Mukhadram ist schließlich ein geschontes Pferd und hat sich seit dem letzten Start definitiv noch weiter verbessert. Er muss nicht zwingend wie in Ascot vorne gehen, aber ich glaube, wir versuchen es erneut mit dieser Taktik. Sandown ist eine Bahn, auf der man durchaus von der Spitze aus gewinnen kann.“
Der zu diesen drei in Ascot fünftplatzierte Außenseiter Miblish soll am Samstag unter Richard Hughes teilnehmen. Deshalb wird Ryan Moore diesmal auf dem Dreijährigen Mars erwartet, den Trainersohn Joseph O’Brien auf Grund des niedrigen Gewichts nicht wird reiten können. Ob er mit dem Ascot-Vierten Camelot dabei sein wird, hat sein Vater noch nicht bestätigt.
Der dritte mögliche O’Biren-Starter wäre der frische Gruppe I-Sieger Declaration of War, der dafür von der Meile auf die Mitteldistanz wechseln müsste. Wohl auch deshalb scheint sein Auftritt eher fraglich und es könnte am Samstagnachmittag auf sechs Teilnehmer hinauslaufen.
Fester Starter wird Pastorius unter Olivier Peslier sein, der dessen jüngsten Singapur-Flop am Wetter festmacht: „Pastorius ist eher von der nervösen Sorte und hat in der Schwüle von Kranji stark geschwitzt. Alle Europäer hatten damit dort Probleme und liefen schwach, sein Resultat sollte man streichen.“
Und Peslier weiter: „Er wird hier in Europa eine andere Vorstellung zeigen, auch bei heißen Temperaturen, denn dann wird die Luft weniger feucht sein. Die Gegner sind natürlich schon stark und deshalb ist eine Platzierung in dieser schweren Prüfung mein Ziel. Er ist aber gut genug und wird bestimmt ordentlich laufen.“
RaceBets.com hat Pastorius wegen des zu erwartenden kleinen Feldes im Langzeitmarkt auf 90:10 gekürzt. Favorit ist dort wie international überall Al Kazeem, und zwar bei 25:10. Ihm folgt interessanter Weise The Fugue bei 45:10, während man auf Mukhadram noch 80:10 anbietet. Dessen Frontrunner-Taktik könnte in Abwesenheit von Pacemakern schließlich aufgehen. (Zum Langzeitmarkt)
Für Sandown sind an den nächsten Tagen keine Regenfälle und steigende Temperaturen bei sonnigem Wetter vorausgesagt. Der gute Boden hat dort momentan wenige feste Stellen, könnte letztlich am Renntag aber mit gut bis fest charakterisiert werden.











