‚Er ist ein gutes Rennen gelaufen, aber er steht nicht“, so das Fazit von Qatar Bloodstock nach dem Englischen Derby über das Laufen von Chopin. Als Siebter hatte sich Deutschlands erster Starter im wichtigsten Derby der Welt achtbar aus der Affäre gezogen, konnte auf den entscheidenden letzten zweihundert Metern aber nicht mehr zusetzen.
„Klasse hat er, aber Stamina für ein Derby besitzt er nicht“, gab auch Jockey Jamie Spencer nach dem 2400 Meter-Rennen auf den Epsom Downs zu Protokoll.
„In ihm steckt ein großer Sieg auf Distanzen von 1600 bis 2000 Meter“, so Racingmanager David Redvers über den dreijährigen Santiago-Sohn am frühen Samstagabend via Twitter. Wer diese Zeilen las, musste schon am Samstag befürchten, was Trainer Andreas Wöhler am Dienstag auf seiner Webseite offiziell machte.
Hamburg ist kein Thema mehr. Qatar entscheidet gegen Deutschland. Chopin läuft nicht im Derby. Auf seiner Webseite verkündet Wöhler: „Chopin‘s Laufen im Epsom-Derby offenbarte, dass er nicht der große Steher ist, für den man ihn im Vorfeld gehalten hatte aber ein Start im Deutschen Derby wollte man sich noch offen halten.“
„Nach einigen Gesprächen mit allen Beteiligten um Qatar Racing hat man sich nun allerdings entschlossen, den Hengst dort nicht aufzubieten. Welches Rennen für ihn als Alternative in Frage kommt, wird in den nächsten Tagen geklärt.“
Unmittelbar nachdem Chopin den Epsom-Pfosten passiert hatte, hob RaceBets.com den Derbykurs auf Chopin von 120 auf 150:10 an, wollte ihn so recht für Hamburg noch nicht abschreiben. Nach seinem imposanten Gruppesieg im Busch Memorial war der Hengst aus der Zucht von Hans Wirth bis auf 80:10 im Derbywettmarkt gefallen, wird in diesem nun gar nicht mehr geführt.
Der offizielle Wettanbieter des Rennsports kann sich so recht allerdings nicht für einen Favoriten für Deutschlands wichtigstes Rennen entscheiden. Fünf Pferde stehen gleichauf auf der Poleposition des Derby-Wettmarktes. (Zum Langzeitmarkt)











