Ein Glück gab es Animal Kingdom. Ein Glück gab es Giofra. Der World Cup-Sieger 2013 stammt aus einer Deutschen Stute und die Duty Free-Dritte gehört einem Deutschen. Immerhin. Denn das war es dann auch schon.
Das World Cup-Meeting 2013 wird als Deutschlands dunkelster Dubai-Tag aller Zeiten in die Geschichtsbücher eingehen. Noch nie waren wir am Tag der Superlative so schlecht!
Drei in Deutschland trainierte Pferde versuchten sich in den Millionen-Rennen Meydans. Drittletzter, Letzter und Viertletzter. So die bittere Bilanz. Keiner unserer Galopper brachte Geld mit nach Hause.
Den Auftakt machte Zazou in der Godolphin Mile. Platz 13 von 16 Starten war die Ausbeute des Gruppe I-Siegers aus dem Stall von Waldemar Hickst. In dem Meilenrennen auf der Tapeta-Piste ging die Post für Zazou deutlich zu schnell ab.
Schon früh war der Shamardal-Sohn aus Fährhofer Zucht in Nöten, fand nie in die mit einer Million US-Dollar dotierte Gruppe II-Partie.
Für das Auge machte es ein Rennen später der Karlshofer Seismos im Dubai Gold Cup da schon besser. Zumindest unterwegs galoppierte der Dalakhani-Sohn in prominenter Lage, war im ersten Teil der Steherprüfung sogar sehr heftig. Die Ausbeute war als Letzter in dem 1 Million Dollar ausgestatteten 3200 Meter-Rennen dann aber ebenfalls ernüchternd, wenn denn Jockey Mirco Demuro sicher kaum seinen besten Tag erwischte.
Nach den bitteren Pleiten in den Rennen 2 und 3 hatten die deutschen Turffans etwas Zeit durchzuatmen. Nun lagen alle Hoffnungen auf Girolamo im Dubai Sheema Classic, dem 8. Rennen des Tages. Ein Rennen zuvor hatte Giofra eine bärenstarke Leistung gezeigt und wurde in dem mit 10 individuellen Gruppe I-Siegerin besetzten Duty Free für Jürgen Winter sensationelle Dritte.
Doch wer hoffte, dass Girolamo an Giofras-Form anknüpfen würde, musste seine Hoffnungen schon im Sheema-Schlussbogen begraben. Noch bevor die Gerade in dem 5 Millionen Dollar-Rennen erreicht wurden, war Andrasch Starke auf dem Derby-Dritten des Gestüts Ebbesloh in Nöten.
Starke kämpfte bis zur Linie und ritt den Dai Jin-Sohn bis zum Pfosten aus, was dadurch immerhin noch Platz 8 und das Passieren der Godolphin-Pferde Sharestan und Prince Bishop sowie des Japaners Trailerblazer bedeutete. Für Platz 6 und somit noch 100.000 US-Dollar kam der Europa Preis-Sieger allerdings nie in Frage.
Gleiches galt ein Rennen später auch für den Röttgener Kassiano, der als Neunter ebenfalls die Geldränge verfehlte. Für Platz 6 hätte es im World Cup noch 200.000 Dollar gegeben, doch kam der Star des Carnivals aus der äußersten Startbox nie ins Rennen und trudelte unter William Buick den gesamten Weg über am Ende des Feldes, während der Sieger Animal Kingdom aus der zweiten Position in Richtung World Cup-Sieg segelte.
Außer Spesen nichts gewesen. So die bittere Bilanz für die Deutschen. Während das World Cup-Ticket von Kassiano stolze 100.000 US-Dollar kostete, war auch für die Teilnahme am Dubai Sheema Classic 50.000 US-Dollar zu entrichten. Etwas günstiger kamen da die Lager von Seismos und Zazou weg (jeweils 10.000 US-Dollar).












