Der schon seit einigen Jahren in Hong Kong tätige Trainer Andreas Schütz feierte im Derby des Jahres 2000 eine der größten Sternstunden seiner Karriere. Er hatte vier der 13 Starter gesattelt, von denen im Ziel Samum, Subiaco und Acamani die Dreierwette bildeten. Nur Neunter wurde der damalige dritte Favorit Network.
Der auf dem Wittekindshof gezogene Monsun-Sohn entstammt der Reliance II-Tochter Note und damit einer der Stammstuten des Gestüts. Ihr fast rappschwarzer Sohn Network war als Jährling vom Stall Harlekin erworben worden, für den er vor seinem Derbystart das Union-Rennen gewonnen hatte.
Daran konnte er bei wenigen weiteren Starts nicht mehr anknüpfen und wechselte 2002 ins französische Nationalgestüt, wo er in der Hindernispferde-Zucht zum Einsatz kam. Den Durchbruch als Deckhengst schaffte der nahe Verwandte des Spitzen-Vererbers Neckar mit dem 2005 geborenen Rubi Ball.
Der war als dreifacher Gruppe I-Sieger zwischen 2009 und 2011 zeitweise Frankreichs bestes Jagdrennpferd und im Mai 2009 in Auteuil in der Lage, bei seinem ersten Erfolg auf höchstem Niveau den später nach England gewechselten und dort weiterhin aktiven Gold Cup-Sieger Long Run zu bezwingen.
Sein Meisterstück hat der nun 16jährige Network aber wohl mit Sprinter Sacre abgeliefert, der sich am vergangenen Samstag mit einer weiteren atemberaubenden Gala sein viertes Gruppe I-Rennen in Serie sicherte.
Der Siebenjährige wurde in Frankreich geboren und entstammt der Halbblut-Stute Fatima III von Bayolidaan und somit einer ausschließlich über Hindernisse sehr erfolgreichen Familie.
Sprinter Sacre ist aktuell das Pferd mit dem höchsten Rating im National Hunt-Sport weltweit. Am Samstag kam er ohne ernsthaft gefordert zu werden zum Toto von 12:10 mit 14 Längen Vorsprung zum Zuge.
RaceBets.com hatte ihn immerhin für 13:10 angeboten. Das waren immerhin 30% Rendite auf einen Erfolg, der eigentlich nur durch einen Sturz hätte verhindert werden können, den sich Sprinter Sacre in seiner jetzt 13 Starts umfassenden Karriere noch nicht geleistet hat.
Seine nächste Aufgabe ist die Queen Mother Champion Chase am 13. März im Rahmen des Cheltenham Festivals. Im Langzeitmarkt auf RaceBets.com sind dafür aktuell 14:10 im Angebot, ihm folgen dort Flemenstar für 60:10 und Sizing Europe für 90:10. (Zum Langzeitmarkt)
Dereinst für seine Nachfolge kommt der zwei Jahre jüngere ex-deutsche Ire Pont Alexandre kaum in Frage, aber nur weil der irische Nachwuchsstar auf längeren Strecken läuft. Paul Hilger ist der Züchter des Wallachs, der in Zoppenbroich aufgewachsen ist, wo sein Vater Dai Jin in der Zucht wirkte.
Pont Alexandres Mutter ist die nicht gelaufene Kahyasi-Tochter Panzella, deren ein Jahr jüngere Halbschwester Ponte Tresa in Frankreich eine hervorragende Cup-Steherin war. Die Sicyos-Tochter gewann von 2006 bis 2008 fünf Gruppe II- und vier Gruppe III-Rennen und war einmal Gruppe I-Dritte.
Vorbereitet von Willie Mullins hat Pont Alexandre im Dezember in Navan auf Gruppe 1- und zuletzt Ende Januar in Leopardstown auf Gruppe II-Niveau zugeschlagen. Zusammen mit seinem für französische Interessen im Mai 2012 in Cholet erzielten Debut-Sieg ist der Braune nach diesem Hürden-Hattrick noch ungeschlagen und zielt während Cheltenham auf ein Gruppe 1-Rennen für Hürden-Novizen, für das er im Langzeitmarkt auf RaceBets.com als Favorit für 45:10 angeboten wird (Zum Langzeitmarkt).










