Toni Potters beendet Trainer-Laufbahn mit sch?nem Sieg

Ein Mann wird diesen Neusser Renntag am ersten Advent mit großer Sicherheit niemals vergessen. Die Rede ist vom Frankfurter Trainer Toni Potters (Foto), der unter der Woche bekannt gab, dass er seine Trainerkarriere in diesem Jahr beenden wird. In einem über 1500 Meter führenden Dreijährigenrennen sattelte er mit Rabia seinen letzten Starter.

Und die von Start zu Start verbesserte Stute schenkte ihrem Trainer zum letzten Start den Sieg. Dabei hatte die von Martin Seidl (es war sein zweiter Tagessieg) gesteuerte Darsi-Tochter keineswegs einen perfekten Rennverlauf. An der Innenseite fuhr sie sich auf der Zielgeraden fest, sonst hätte sie schon früher die Weichen auf Sieg gestellt.

So musste Seidl seine Partnerin erstmal in die Bahnmitte beordern, dort machte Rabia dann richtig Dampf und entriss der lange führenden Manisa noch den sicher geglaubte Sieg. 67:10 gab es auf den Sieg des Potters-Schützling. ‚Das war natürlich ein super Finale für mich und mit einem Sieg aufzuhören, das hat auch nicht jeder Trainer geschafft‘, so Tomi Potters im Neusser Absattelring.

Für Martin Seidl war es wie erwähnt der zweite Tagestreffer, der zuvor schon mit Sascha Smrczeks sich Flashing Star (46:10) einen Kistenritt für sich entscheiden konnte. Den Ritt hatte er von Enki Ganbat übernommen, der wegen eines Autounfalls keine Ritte an diesem Tag ausführen konnte. Den Ausgleich III über 1500 Meter holte sich der treue Leoderprofi (36:10), der unter Filip Minarik seinen dritten Sieg aus den letzten vier Starts holte. Minarik verkürzte damit den Rückstand auf Andrasch Starke auf fünf Punkte.

Davor kam Christian von der Recke zu einem wichtigen Treffer. Sein England-Import Dreamspeed (17:10) kam unter Sabrina Wandt in einem 1900 Meter-Rennen zu einem leichten Sieg. ‚Er hat auch in England schon gute Formen gezeigt und muss auf Sand natürlich nochmal ran, um für Championats-Punkte zu sorgen‘, so von der Recke, der auch sagt, dass es für Dreamspeed in den Grand Prix von St. Moritz gehen soll.

Nachdem Filip Minarik mit einem Sieg vorgelegt hatte, war es in der siebten Prüfung an Andrasch Starke, zu kontern. Er hatte dabei die 29:10-Chance Earl Dragon (Marion Weber) unterm Rennsattel. Und der Konter saß. Leicht kam Starke dabei zu einem weiteren wichtigen Treffer im Jockey-Championat. Lokalmatadorin Marion Weber gewann noch den abschließenden Ausgleich IV über 1500 Meter mit der 209:10-Chance Destivo (Norman Richter) und avancierte damit zum erfolgreichsten Trainer des Tages. Die Zweierwette mit Town Rebel zahlte 18.961 Euro. Die Dreierwette in der Reihenfolge Destivo – Town Rebel – Odur zahlte 52.091 Euro.

Trotz Eisenverlust überzeugte Ertürk Kurdus Iron Will (34:10), der mit einer tollen Energieleistung noch an Christopn Columbus (Michael Blau/Andrasch Starke) vorbei ziehen konnte, in der Wettchance des Tages. Die Viererwette wurde von Our Passion (Sascha Smrczek/Filip Minarik) und Fair Storm (Bart Hermans/Jozef Bojko) komplettiert.

Der Umsatz nach den neun Rennen belief sich auf 176.980,10 Euro. Vor einem Jahr hatte es am korrespondierenden Renntag in zehn Rennen einen Umsatz von knapp 148.000 Euro gegeben.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
So., 05.04.Berlin-Hoppegarten
Mo., 06.04.Köln
Sa., 11.04.Zweibrücken
So., 12.04.Düsseldorf
Sa., 18.04.Magdeburg
So., 19.04.München
Galopprennen in Frankreich
So., 05.04.ParisLongchamp, Lion d’Angers
Mo., 06.04.Toulouse, Compiegne
Di., 07.04.Deauville, Lignieres
Mi., 08.04.Deauville, Senonnes
Do., 09.04.Moulins, Argentan, Auteuil
Fr., 10.04.Saint-Cloud, Marseille-Borely