Nachdem mit dem Westminster 22. Preis der Deutschen Einheit am 3. Oktober das Saisonhighlight auf der Parkbahn in der Hauptstadt gestartet wurde, rüstet man sich nun in Hoppegarten zum großen Saisonfinale. Sieben Rennen hat man am Sonntag, an dem man parallel zu München, Düsseldorf und Karlsruhe veranstaltet, auf die Beine gestellt. Auch wenn es an diesem Tag der Basissport, den die Berliner ihren Gästen präsentieren, so ist die Karte dennoch über die Maßen abwechslungsreich. Beginn des abschließenden Renntags ist 14.05 Uhr.
Beim Thema Gäste ist man gleich bei einer sehr interessanten Angelegenheit. Ende September stattete eine bulgarische Delegation, um Trainer Ivan Ivanov, der Rennbahn in Dresden-Seidnitz einen Bessuch ab und kam, zur Verwunderung vieler, gleich zum Zuge. Mit der zweijährigen Librettista siegte man dort im Zweijährigenrennen und man ist mit der Stute gleich im Lande geblieben, um nun im Hoppegartener Youngster-Rennen erneut anzugreifen – auch wenn der Trainer am Sonntag Stefan Radev heißt.
Unter dem nun anfallenden Höchstgewicht wird es hier allerdings gegen starke Pferde wie Andreas Wöhlers Wild Hunter, Dancing Shuffle aus dem Rennstall von Sascha Smrczek oder auch die gut aufgelegte Proud Rose von Paul Harley schwieriger, aber wer die Jungs aus Bulgarien in Dresden erleben durfte, der sollte dem Gast aus Europa die Stange halten, denn zurückhaltende Freude zählt nicht zu den Stärken der Gäste vom Schwarzen Meer.
Mit Wolfgang Figges Impostor kommt ein Pferd aus dem Süden Deutschlands in einem 2200 Meter-Altersgewichtsrennen an den Start, das sich im letzten Jahr noch auf Gruppe I-Niveau versucht hat, dieses Level aber nicht halten konnte. Doch zuletzt gelang dem Motivator-Sohn im französischen Chantilly im Grand Handicap mit einem dritten Rang zu Da Paolino eine stark zu beachtende Leistung, die allerdings aus dem Juni datiert.
Die Reise aus München wird man aber nicht ohne Grund antreten, zumal parallel auf der Heimatbahn in Riem veranstaltet wird. Gefährlich könnte noch der Lokalmatador Coolfighter seine, der hier zuletzt im mittleren Handicap siegen konnte, der allerdings das Los des Höchstgewichts zu schultern hat.
Wenn North Germany in Ostdeutschland läuft, ist es nicht nur ein plattes Wortspiel, sondern auch eine gute Chance. Zuletzt lief der von Andreas Wöhler Monsun-Sohn zum ersten Mal als Wallach, kam dort aber noch nicht richtig zum Zuge. Er sollte doch gesteigert nach Berlin reisen und im Dreijährigenrennen über 2000 Meter eine gute Rolle spielen.
Gleiches gilt Songan aus dem Quartier von Angelika Glodde, der es zuletzt im Auktionsrennen zu knifflig antraf, aber der schon früh in der Saison sein Können unter Beweis stellte. Dazu wird das Feld durch den gut gezogenen Hollywood Star komplettiert, dem bei seinem Debüt gleich ein gutes Laufen zuzutrauen ist.
Zwei Handicaps der mittleren Kategorie runden die Berliner Karte zum Saisonausklang ab. In der ersten Tagesprüfung einem Rennen über die Meile riecht es nach einem Heimsieg für Roland Dzubasz. Die von ihm trainierte Concordia läuft in letzter Zeit sehr beständig, dazu greift man nun auf den jungen Erlaubnisreiter Bayarsaikhan Ganbat zurück, so dass die Paolini-Tochter nun auch vom Gewicht sehr verlockend in der Partie steht. Im zweiten Ausgleich III des Tages offenbart sich ein ähnliches Bild. Diesmal ist die Sir Percy-Tochter Rule Britannia die Roland Dzubasz aufbietet. Nominell mit Höchstgewicht versehen, wird auch die dreijährige Stute mit Ganbat auf die Reise gehen. Auch hier entfallen also vier Kilo. Dzubasz sollte also in diesen beiden Rennen eine gute Rolle spielen.











