Weitere Hiobsbotschaft: Am Freitag verkündete der Bremer Rennverein die Schließung der Galopprennbahn in Bremen für 2013. Offizielle Begründung sind die hohen Bahnpflegekosten.„ Mit 150.000 Euro könnten wir weiter machen, aber die sind vermutlich nicht zu bekommen“, so Vereinspräsident George C. Muhle.
Er gibt die Schuld der Rot-Grünen Landesregierung. Ein letztes Gespräch mit der Stadt im September scheiterte. Dort wünscht man die Galopprennbahn anscheinend nicht mehr, sondern möchte lieber ein neues Stadtquartier bauen. Dass Anfang des Jahrtausends 25 Millionen investiert wurden, für das Hotel, den Golfplatz und die Glastribüne, interessiert ebenso wenig, wie das 155 jährige Bestehen der Galopprennbahn.
Nach jetzigem Stand wird es wahrscheinlich am 21. Oktober 2012 zum letzten Mal Pferderennen in der Bremer Vahr geben. „Es hat sich im letzten Jahr gezeigt, dass wir parallel zu Baden-Baden eine gute Veranstaltung haben, da wir hier den Basissport bieten und in Baden der große, internationale Sport bedient wird. Sollten wir ein Rennen streichen müssen, aufgrund von wenigen Nennungen, ist es durchaus möglich, dass wir dafür ein Jagdrennen mit in das Programm nehmen“, meldete Geschäftsführer Klaus Martin.
Des Weiteren laufen noch Verhandlungen über einen Zusatzrenntag am 25. November. Ein makaberer Tag, wenn man bedenkt, dass es sich dabei um den Totensonntag handelt. „Es ist wirtschaftlich nicht möglich, die Kosten für die Grünpflege mit den Rennveranstaltungen einzunehmen, denn wir decken damit gerade mal den Kostenaufwand für diese. Vorausgesetzt es sind genügend Sponsoren dabei“, so Muhle weiter. Letztlich hängt somit ein Weiterbestehen der modernsten Rennbahn Deutschlands an 150.000 Euro.
Verhandlungen über die Auflösung des Pachtvertrags zwischen Rennverein und der Stadt sind für Mitte November geplant.












