Nur zwei Wochen, nachdem der bedauerliche Verlust des großen Stallions Monsun aus Schlednerhan bekannt geworden war, erreichte uns nun aus dem Gestüt Fährhof die Nachricht, dass der siebzehnjährige Danehill-Sohn Tiger Hill am Donnerstagmorgen nach einer Fraktur, die er sich auf der Koppel zugezogen hatte, aufgegeben werden musste.
Tiger Hill (Foto) gewann in seiner Rennlaufbahn bei 17 Starts zehn Rennen, darunter unter anderem zweimal den Großen Preis von Baden (Gruppe I, 2400 m) und das Bayerisches Zuchtrennen (Gruppe I, 2000 m). Dabei verdiente er weit mehr als eine Million Euro an Preisgeldern und wurde 1998 und 1999 auch Galopper des Jahres. Gezogen wurde Tiger Hill vom Gestüt Wittekindshof und wechselte auf der Jährlingsauktion 1996 für 130.000 DM in den Besitz von Baron von Ullmann, für den er auch seine Rennkarriere bestritt. Bereits zweijährig überzeugte der Hengst, blieb bei drei Starts und drei Siegen ungeschlagen und gewann dabei die Auktionsrennen in Dortmund und München.
Bisher ist Tiger Hill Vater von nicht weniger als 67 Stakes Pferden in Europa, darunter zahlreiche Gruppesieger und Champions in Irland, England, Frankreich, Deutschland, Italien und Dubai. Seine besten Nachkommen waren sicherlich die Gruppe-I-Sieger Iota, Königstiger und Rewilding. So gehörte sein Sohn Rewilding zu den besten Pferden seiner Generation. Er gewann nicht nur die Prince of Wales’s Stakes (Gruppe I, 2000 m) in Royal Ascot, sondern auch das Dubai Sheema Classic (Gruppe I, 2400m) und verdiente dabei weit über 3.000.000 Euro.










