Achtung: Arc-Meister Andre Fabre meldet sich zu Wort!

Wenn sich ein siebenfacher Sieg-Trainer des Arc zu Wort meldet, heißt es: Hinhören. Das hat Andre Fabre nun getan. Der 19fache französische Champion-Trainer gab nach den Arc-Trials seine Einschätzung der Arc-Lage. Und dabei ist Fabre gnadenlos ehrlich.

Vor allem, wenn es um seine eigenen Pferde geht: „Ich glaube nicht, dass Meandre die Form mit Orfevre drehen kann.“ Der Sieger aus dem Großen Preis von Berlin unterlag dem japanischen Superstar am Sonntag im Prix Foy, hatte dabei nicht wirklich eine Chance gegen den Fuchs aus Asien.

Fabre weiter: „Der Foy war grausam anzusehen, es gab überhaupt kein Tempo. Aber das Ergebnis hat Sinn gemacht. Die Pferde sind in der richtigen Reihenfolge entsprechend ihrer Qualität eingekommen und ich bezweifle, dass sich das im Arc dreht.“

„In langsamen Rennen gewinnt meist auch das beste Pferd, weil die Pferde einen „turn of foot“ zeigen müssen. Jeder sucht immer nach Entschuldigungen in langsam gelaufenen Rennen, aber normalerweise gewinnt das beste Pferd. Ich habe immer geglaubt, dass Meandre gut genug für eine Arc-Platzierung ist, aber vielleicht nicht ganz gut genug für einen Sieg.“

Nach der Aussage Andre Fabres erhöhte RaceBets.com den Meandre-Kurs von 150:10 auf 210:10. In England wird der Slickly-Sohn zwischen 130:10 und 170:10 offeriert. Für den Arc lassen sich bei RaceBets.com reine Platz-Festkurswetten spielen und darauf, dass Fabre mit seiner Vermutung Recht hat, Meandre sei ein Platz-Pferd, gibt es 50:10.

„Last Train wird nicht im Arc laufen. Er ist noch zu unerfahren, geht nur ein Tempo und wird ein Pferd für das kommende Jahr“, so noch einmal der französische Star-Trainer.

Und dann nennt Fabre seinen vielleicht heimlichen Arc-Favoriten: „Saonois hat mir sehr imponiert. Schon als er den Prix du Jockey Club gewonnen hat, hat er einen gigantischen turn of foot gezeigt, aber die Leute wollten es nicht glauben. Es zeigt, dass das Derby doch etwas wert war. Der Sieger ist ein sehr gutes Pferd.“

Neben Meandre wird Fabre auch den dreijährigen Monsun-Sohn Masterstroke satteln. Hinter dessen Start hatte länger ein Fragezeichen gestanden, Godolphin bestätigte den Arc-Auftritt des Hengstes aber am Dienstagmorgen.

„Ich habe ihn zu Wochenbeginn in Chantilly gesehen und Masterstroke sieht gut aus. Er hat sich von Start zu Start gesteigert. Natürlich ist es noch einmal ein Sprung, aber Andre Fabre ist zufrieden mit ihm“, so Racing Manager Simon Crisford über den Sieger des Grand Prix de Deauville bei seinem letzten Start. Im Todesjahr von Monsun könnte Masterstroke neben Yellow And Green einer von zwei Monsun-Startern im Arc sein. (Zum Langzeitmarkt)

Andre Fabres Arc-Sieger:
Trempolino (1987)
Subotica (1992)
Carnegie (1994)
Peintre Celebre (1997)
Sagamix (1998)
Hurricane Run (2005)
Rail Link (2006)

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