Das mit 52.000 Euro dotierte BBAG Auktionsrennen über 1400 Meter, gelaufen als Preis von DEW21, war am Sonntag der erste Höhepunkt vor vollbesetzten Rängen auf der Galopprennbahn Dortmund. Und gewonnen wurde die Zweijährigenprüfung von dem in Kroatien trainierten, und vom Gestüt Röttgen gezogenen Sinndar-Sohn Kastillo (Piotr Krowicki) (Video ansehen).
Doch es war eine hauchdünne Entscheidung, die erst nach Zielfoto feststand. Zunächst hatte es im Finish dabei nach einem klaren Sieg des von Bozo Vidovic trainierten, und auch in dessen Besitz stehenden Hengstes ausgesehen, der einst 13.000 Euro als Jährling gekostet hatte.
Hinter Mountain View und Turfjäger an dritter Stelle liegend, war er Mitte der Zielgeraden nach vorne gegangen und schien leicht zu gewinnen.
Dann kamen aber die Speedpferde angeflogen. Allen voran an der Außenseite der von Christian Sprengel trainierte Gershwin, der es für das Auge fast sogar noch geschafft zu haben schien.
Aber das Zielfoto sprach dann doch für die 57:10-Chance aus Kroatien, die bereits im Kölner Auktionsrennen als Vierter eine gute Form gezeigt hatte. Dritter wurde der gut endende Fährhofer Bolanos vor dem sensationell laufenden Randwick, hinter dem Titano als Fünfter genauso wie der Sechste Mr. Power dichtauf war.
‚Mein Vater ist krank, musste deshalb in Kroatien bleiben. Kastillo ist ein gutes Pferd, er soll jetzt in Baden-Baden laufen, wenn er gesund bleibt‘, so Paula Vidovic, die Tochter des Trainers.
Das zweite Zweijährigenrennen wurde von dem Röttgener Debütanten Erlkönig (Eugen Frank) aus dem Quartier von Markus Klug gewonnen. Dabei musste aber das Zielfoto entscheiden, das einen knappen Vorteil des Schimmels gegenüber dem lange führenden Wittekindshofer Saloon Day auswies. Dritter wurde Leo El Toro aus dem Stall von Andreas Wöhler.
Dabei hatte Erlkönig lange die Geduld der Starthelfer strapaziert, ging erst nach mehreren Versuchen in die Box. ‚Das hat er zuhause noch nie gemacht‘, so Trainer Markus Klug über den Schimmel, der auch noch eine Nennung für den Preis des Winterfavoriten besitzt. ‚Ein weiterer Weg ist aber besser‘, so Klug weiter.
Gestartet wurden die Rennen in Wambel übrigens mit einer neuen Startmaschine, denn der Dortmunder Rennverein erwarb von der Rennbahn Chantilly die bislang dort eingesetzte Startmaschine, die etwa 10 Jahre alt ist.
Der Umsatz nach den neun Rennen belief sich auf 213.000 Euro, wobei es einmal einen Rückzahler von 8.100 Euro gab.











