Es ist die vierte Runde der 133. Harzburger Rennwoche und wie schon vor sieben Tagen, so wird auch die neun Rennen umfassende Samstags-Karte von den Superhandicaps, in denen jeweils 20.000 Euro an Prämien ausgeschüttet werden, überstrahlt. Los geht es in der vierten Prüfung. 14 Pferde stehen im Ausgleich III über 1850 Meter unter Order.
Zwei Pferde sind hier besonders zu nennen, denn sie haben eine unglaublich gute Form zur Hand. Zum einen ist dies der von Werner Glanz trainierte I Do, der zuletzt drei Mal in Serie als Sieger vom Geläuf kam. Sollte es seinem Trainer gelingen mit ihm dieses Superhandicap zu gewinnen, dann wäre es bereits das zweite Mal, dass Glanz in Harzburg zu großem Geld im Ausgleich kommt. Im Jahr 2010 sorgte der von ihm trainierte Wyoming in einem solchen Rennen in Harzburg für strahlende Gesichter im Glanz-Team.
Was die Formen von I do betrifft, so muss man jedoch Abstriche machen. Zwei der letzten drei Siege gelangen dem Lando-Sohn in Österreich. Was das wert ist wird sich zeigen, klar ist aber auch: Hier ist es schwieriger. Ebenfalls mit drei Siegen im Gepäck kommt Prince Diamond aus dem Rennstall von Claudia Barsig in den Harz. Drei Mal siegte der Goofalik-Sohn im mittleren Ausgleich, doch sind die Gegner hier andere.
Erste Chancen sollte demnach der von Mario Hofer in Krefeld trainierte Falakee (Foto) haben, der sich zuletzt in Magdeburg nur einem sehr guten Caesarion geschlagen geben musste und der mit der günstigen Marke hier ganz vorne zu erwarten ist. Dazu kommt mit Gestüt Haus Ittlingens Kaya Belle eine Aspirantin an den Start, deren Trainer einen tollen Schnitt hat und somit auch hier wieder ein Wörtchen mitzureden hat.
Sie hat auch schon bei diesem Meeting gewonnen. Ein Pferd für die Platzierung sollte Readyspice sein, der zuletzt brav seine Form auslief. Doch reichte es für den Schützling von arald Franke noch nicht zum Sieg.
Einen beinahe schon alten Bekannten werden die Besucher im zweiten Superhandicap des Tages sehen. In der als Ausgleich IV ausgeschriebenen 1850-Meter-Prüfung kommt mit dem von Christian von der Recke für den Stall Walcheren trainierte Aspantau der Sieger des ersten Harzburger Superhandicaps erneut an den Start. Sollte der Encosta de Lago-Sohn erneut den Zielpfosten als Erster sehen, würde der „Magier von Weilerswist“ sicherlich ein Lächeln auf die Lippen der Besitzer zaubern können.
Ihm stellen sich einige Formpferde entgegen, die ihn gerne daran hindern möchten erneut abzukassieren. Der von Norbert Sauer vorbereitete Walkabout sollte nach Form das Pferd sein. Der Medicean-Sohn des Stalles Laurus lief zuletzt in Hamburg und kam dort erst mit zunehmender Distanz auf Touren. Hier geht es nur über einen geringfügig weiteren Weg. Sein Plus ist das günstige Gewicht.
Abgerundet wird der Renntag durch einen weiteren Ausgleich III über 1550 Meter. Hier wird Lordsbury Pride versuchen, sich ein wenig für sein letztes Laufen zu entschädigen. Am Sonntag konnte er sich in der höheren Klasse an gleicher Stelle nicht behaupten. Am Samstag sieht es natürlich wieder einfacher aus, zumal er nun wieder zwei Kilo an Gewicht herunter nimmt. Gute Form haben Lips Dancer und Olesko zur Hand, die hier ebenfalls weit vorne landen können.
Auch die Dreijährigen werden am Samstag zum Zuge kommen und wie immer, wenn im Harz Rennen gelaufen werden, gibt es in der siebten Prüfung ein Jagdrennen, welches wie gewohnt vom Namen Elfi Schnakenberg dominiert wird. eun Kandidaten werden zwischen den Flaggen antreten – für vier Pferde zeichnet sich die Jerusalemer Trainerin verantwortlich. Es würde schon sehr überraschen sollte sie hier gänzlich leer ausgehen.












