Deutsch gezogene Rennpferde eilen weiterhin auf allen Kontinenten von Sieg zu Sieg. Nachdem im Vorjahr durch Animal Kingdom der Triumpf im Kentucky Derby und durch Danedream der im Prix de l‘Arc de Triomphe gelang, war mit dem Gold Cup während Royal Ascot am Donnerstag das nächste Welt-Highlight fällig.
In einem der bedeutendsten und längsten Flachrennen der Erde trug Colour Vision (70:10) Frankie Dettori in den blauen Farben der Godolphin-Flotte von Scheich Mohammed zum Sieg.
Der Dubai-Herrscher, der selbst vor Ort weilte und den Ehrenpreis von der Queen entgegennahm, hatte für den vom Capricorn Stud gezogenen Schimmel als Jährling 100.000 Guineas bezahlt. Colour Visions Züchter ist somit der Deutsche Dietmar Hilgert (Foto).
Der Besitzer des Stalles Capricorn hatte vor fast zehn Jahren sein bestes Pferd auf der Bahn. Ransom O’War wurde 2003 im Deutschen Derby Zweiter zu Dai Jin, gewann anschließend selber ein Gruppe I-Rennen und wurde Deckhengst.
Ein Jahr zuvor hatte Hilgert auf der Badener Jährlingsauktion für 28.000 Euro die vom Gestüt Karlshof gezogene Monsun-Tochter Give me Five gekauft, die 2004 auf Gruppe III-Niveau für einen der vorerst letzten großen Siege in den blau-gelb-weißen Capricorn-Farben sorgte.
Nun hat sich die Schwester des erstklassigen Langstrecklers Graf Philipp als Zuchtstute unsterblich gemacht. Der erst vor einem halben Jahr in die Gruppeklasse gewechselte Colour Vision hat seitdem eine Leistungsexplosion durchgemacht und kann als erst vierjähriger Wallach noch in so manchem Gold Cup antreten!
Eine halbe Länge hinter Colour Vision machte Opinion Poll als Zweiter den Godolphin-Triumph perfekt, Dritter wurde der Mitfavorit Saddler’s Rock aus dem Stall von Trainer John Oxx, während der 18:10-Favorit und Vorjahressieger Fame and Glory (Aidan O’Brien/Jamie Spencer) ohne Siegchance war und lediglich als enttäuschender Siebter ins Ziel kam.











