Große Kasse in Hannover machen“ lautet das Motto der neun Trainer und elf Besitzer, die am Freitag um 19:30 Uhr im Großes Preis der Sparkasse Hannover engagiert sind. Denn 20.000 Euro stehen über dem Höhepunkt der Soiree-Karte. Präsident Gregor Baum und sein umtriebiges Team leisten dort seit geraumer Zeit großartige Arbeit.
Wer bei den letzten Rennveranstaltungen einmal auf der Neuen Bult zugegen war, der hat bemerkt, dass die Massen zum Galopprennsport strömen und nicht nur Hannover 96 mittlerweile „in“ ist, sondern auch die Neue Bult immer mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses rückt. Ab 17:00 Uhr geht es am Freitag zu einem Abendrenntag los, der deutschlandweit seinesgleichen sucht, wenn man einmal von den Meetingsrennbahnen absieht.
Denn 20.000 Euro, das ist eine ganz andere Liga als Basissport, das ist eine Dotierung, die in deutschen Listenrennen seit Jahren gang und gäbe ist. Insofern alle Achtung für das Zeichen, das auch von Hannover in Richtung Turfdeutschland ausgeht.
Das beste Rennen des Tages wird als sechste Prüfung des Tages gelaufen. Elf durchweg ganz starke Galopper bewerben sich um den Sieg, der mit 11.000 Euro versüßt wird. Mit The Blue dürfen die Hannoveraner sogar einen Gast aus Polen begrüßen. Der Desert Prince-Hengst schaffte zuletzt den Sieg in Berlin-Hoppegarten, sollte auch mit Aufgewicht interessant sein.
Allerdings wimmelt es nur so von Formpferden. In Baden stark gelaufen sind Foreign Hill und Slowfoot, die zweitplatziert waren. Noch etwas besser als dieses Duo konnte es an der Oos der Ittlinger Lucarelli, der unter Andrasch Starke zum Volltreffer kam. Maxim Pecheur übernimmt den Ritt am Freitag, auch dieser Kandidat ist für einen Platz sehr weit vorne vorzumerken.
Noch nicht so recht in diesem Jahr überzeugt hat Arlington, der wie Big Titus aus dem Quartier von Uwe Stoltefuß aus Dortmund-Wambel kommt.
Nach zwei Saisonsiegen hat es Shoshoni nun schwerer, vielleicht lohnt es sich dafür mit dem zweiten Kleinkorres-Pferd Manolito zu gehen, über den sein Coach sagt: „Pferde aus dieser Linie werden mit zunehmendem Alter immer besser.“ Das ist wie bei richtig gutem Wein. Den wird es bei einem eventuellen Erfolg Manolitos bestimmt auch zu den Feierlichkeiten geben. Genügend Kleingeld hätten Manolitos Besitzer Helmut Bretinger und Klaus Appelraths Erben dann in jedem Fall.












