Es war ein Derby der Überraschungen am Sonntag in Chantilly. 1,5 Millionen Euro standen über der Gruppe-I-Prüfung über 2100 Meter in Chantilly und fast alles, was im internationalen Turf Rang und Namen hat, war da. Doch am Ende sollten Newcomer im Franzosen-Klassiker vorne sein. Antoine Hamelin, einer der Aufsteiger in der Jockeyszene Frankreichs, bewahrte auf dem großen Außenseiter Sanois kühle Nerven und holte den Sieg für Coach Jean-Pierre Gauvin.
Lange hatte es nach einem Treffer für den Aga Khan ausgesehen, denn Kesampour zeigte sich in der Zielgeraden gemeinsam mit Amaron an der Spitze. Der Deutsche hatte nach einem Rennen aus dem Vordertreffen mit Erreichen der Zielgeraden unter Davy Bonilla die Tete genommen, doch Mitte der Zielgeraden kam die Löwe-Hoffnung nicht mehr so recht weiter, fand es innen auch etwas eng und musste passen.
Auch Kesampour ging nicht recht weiter. Innen schaltete sich Godolphins Hoffnung Saint Baudolino mit ein. Doch Antoine Hamelin hielt den Vorteil mit dem 337:10-Außenseiter gegen den Fabre-Schützling fest. Gebrüder Wertheimers Nutello lief nur knapp dahinter mit Flavien Prat auf Platz drei vor Kesampour und Top Trip (T. Huet). Und die Favoriten? Mit Ausnahme von Saint Baudolino waren die nirgendwo!
Vor allem der Ritt von Joseph O’Brien auf Imperial Monarch war schon frech. Noch 24 Stunden zuvor der große Star mit Camelot im Epsom-Derby, versuchte der 19 Jahre alte Jockey im Prix du Jockey Club von fast ganz hinten zum Zuge zu kommen.
In der Zielgeraden zog O’Brien-Junior seinen Partner nach ganz außen, Imperial Monarch reagierte zwar, aber nach vorne konnte er sich ganz außen gebracht nicht mehr ernsthaft einschalten.
Auch French Fifteen, der nach seinem zweiten Platz in den Newmarket-Guineas zu Camelot stark empfohlen war, schaffte es nicht, sich in den Kampf um Sieg um Plätze im 20er Feld einzuschalten.
Erster Derbysieg also für Antoine Hamelin und auch Trainer
Jean-Pierre Gauvin aus Lyon. ‚Das ist einfach magisch‘, riefen die vermeintlichen Underdogs in die Mikrofone der Turfwelt.
Der Rennverlauf wurde von der Rennleitung überprüft, es blieb aber beim ursprünglichen Einlauf.











