England-Stars: Hier machen Caspar und Co. jetzt weiter

Wieder eine bittere Pleite für die deutschen Meiler. Wieder gehen die 2000 Guineas nach England. Und wieder müssen wir uns dabei aber nicht wirklich schämen. Denn während in der Vergangenheit sicher das ein oder andere Mal die zweite Garnitur der Insel unseren Klassiker abstaubte, waren bei der diesjährigen Auflage des Mehl-Mülhens-Rennens Pferde aus der ersten Reihe Englands am Start. Im Jahr 1 nach Superstar Excelebration schickte England wieder die erste Garnitur!

„Von einem Caspar Netscher bezwungen zu sein, ist keine Schande. Das Pferd gehört zu den besten Meilern Englands. Seine Formen waren extrem stark und er war im Vorfeld klar das zu schlagende Pferd“, brachte es Trainer Peter Schiergen nach seinem zweiten Platz mit einem überragend laufenden Amarillo auf den Punkt.

Und auch der Drittplatzierte Red Duke gehört auf der Insel zu den Besten seines Jahrgangs, hatte am Montag unter Jamie Spencer nicht einmal den besten Rennverlauf, um am Ende noch einmal richtig anzupacken.

„Wir wussten, dass in Newmarkets 2000 Guineas einfach viel gegen uns war. Der Boden und der Rennverlauf waren dort nicht nach Caspar Netschers Geschmack. Daher wollten wir ihn heute richtig verstecken um seinen Turn of Foot auszuspielen. Ich kann kaum glauben, wir gut das alles geklappt hat. Eigentlich war er sogar noch einen Tick zu früh in Front, hat dann aber toll weitergekämpft“, so Trainer Alan McCabe nach dem Gruppe II-Rennen gegenüber GaloppOnline.de.

Der Coach weiter: “Caspar Netscher ist in den Jersey Stakes in Royal Ascot genannt. Das ist eine Option. Wahrscheinlicher erscheint mit derzeit aber der Prix Jean Prat auf Gruppe I-Level in Frankreich.”

Während Caspar Netscher, der am Köln-Toto für seine Formen noch erstaunlich viel bezahlte, also für seinen nächsten Start wieder auf Reisen gehen wird, bleibt man mit Red Duke in der Heimat. „Es war nicht ganz glücklich heute. Er hatte eine kurze Störung in einer wichtigen Phase, das kostet natürlich etwas.

Red Duke ist aber wieder stark gelaufen und wir gehen nun zuversichtlich in die Jersey Stakes nach Ascot“, gab Trainer John Quinn nach dem Klassiker in Köln zu Protokoll.

Wie viel Mumm auch im Lager von Red Duke vorhanden ist, zeigt die mittelfristige Planung mit dem Hengst. „Nach Ascot steht Goodwood an. Dort läuft er in den Lennox Stakes oder in den Sussex Stakes, bevor er nach Amerika für weitere Gruppe I-Rennen gehen wird“, so noch einmal der Coach.

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