Eines der ganz großen Highlights der Hoppegartener Rennsaison steht kurz bevor. Pfingstsonntag lädt Rennbahn-Boss Gerhard Schöningh zur nächsten großen Party vor den Toren Berlins. Unter dem Motto „Ladies Day“ geht der Renntag rund um das mit 70.000 Euro dotierte Diana-Trial über die Bühne. Dame mit Hut müsste man an diesem Sonntag sein.
Dann wäre für die erste Runde Champagner schon gesorgt. Denn die ersten 400 Damen mit eleganter Kopfbedeckung werden zum Proseccoempfang geladen. Pünktliches Erscheinen sollte sich also auf jeden Fall für die Damen der Zunft lohnen. Auch um die schnellen Stuten nicht zu verpassen. Denn bereits als dritte Prüfung steht mit dem Pfingst-Stutenpreis das zweite Highlight auf dem Programm.
Alle Augen werden auf die elf Stuten im Diana-Trial gerichtet sein, wenn sie durch den Führring schreiten und sich vor dem Rennen den Zuschauern präsentieren. Dichtes Gedränge ist während der Präsentationsrunden zu erwarten, denn gut besucht war die Hoppegartener Rennbahn in diesem Jahr eigentlich stets.
Hoch interessant wird das Jahresdebüt der Etzeanerin Monami (Foto) zu verfolgen sein.
Sie sollte eigentlich schon im Karin Baronin von Ullmann-Rennen in Kölön antreten, doch machte ihr ein kleinerer Unfall in der heimischen Box einen dicken Strich durch die Rechnung. Alles nicht so schlimm. Mit kleiner Verzögerung geht es nun im Diana-Trial für die Sholokhov-Tochter los. Es wird abzuwarten sein, ob sie über das nötige Stamina verfügt, um ihren Platz im Henkel Preis der Diana auf klassischer Ebene einzunehmen.
Mit ihrem Sieg im Preis der Winterkönigin hätte sie nach Einschätzung im Generalausgleich ohnehin schon genug geleistet. Und ihr Trainer Andreas Wöhler machte im Zuge der Stallparade auch schon unmissverständlich klar, dass der Preis der Diana das Hauptziel für die Top-Zweijährige 2011 sei. Das Diana-Trail ist also der perfekte Auftakt für Monami, die wie bei ihrem großen Erfolg in Baden-Baden erneut von Jozef Bojko gesteuert wird.
Der erste Mann von Andreas Wöhler, Eduardo Pedroza, sitzt momentan eine Sechs-Tage-Sperre ab, kann daher das Pfingstwochenende über die wichtigen Ritte für seinen Arbeitgebers nicht wahrnehmen.
Auch wenn Monami sicher eine erste Siegchance im Gruppe-II-Renenn zukommen muss, so sollte man sich hüten, nur sie als mögliche Siegerin zu handeln. Vielmehr sind es viele Chancen, die auszumachen sind. Da wäre Nymphea, Stall Nizzas Siegerin von dieser Bahn.
Zumindest das ist schon einmal ein Vorteil gegenüber Monami. Die Bahnkenntnis. Und genau wie die Winetrkönigin ist Nymphea noch ungeschlagen. Bei ihrem Erfolg wusste die Schiergen-Stute immer wieder zuzulegen, ging fast notgedrungen an der Spitze und machte aus der Not eine Tugend.
Peter schiergen hält schon einiges von seiner Dylan Thomas-Stute, ist sich sicher, dass sie zulegen kann. Das muss sie allerdings auch, wenn sie die Gruppesiegerin Monami gefährden will.
Auch wenn Helmut von Fincks Faizeh beim Debüt noch nicht in vorderer Linie erschien und hinter Nymphea sowie Caitania einkam, ist sie ein Pferd „mit großem Potenzial“, wie ihr Betreuer Andreas Löwe zu verstehen gibt.
„Sie ist ein großes Pferd, das verbessert laufen wird“, sagt denn auch der Kölner Coach und macht gar keinen Hehl daraus, dass er eine hohe Meinung von der Tochter der Diana-Siegerin Flamingo Road hat.
Zuletzt vor ihr kam Christian Sprengels Caitania ein, die bereist zweijährig Großes leistete. Vor dem Start in Hoppegarten zeigte sich der Hannovernaer trainer sehr optimistisch, was das Laufen der Aussie Rules-Tochter angeht, Martin Seidl kam letztlich auf Platz drei über die Ziellinie und man sah etwas blasse Gesichter am Absattelring.
Wiedergutmachung steht auf der agenda bei der Schimmel-Lady, deren Ritt nun Davy Bonilla übernimmt. Ebenfalls in den Kampf um Sieg und Plätze kann sich Wasimah einschlaten.- Hans-Jürgen Gröschel war nahezu außer sich, als seine Stute zum Saisondebüt knapp gechlagene Zweite hinter Andreas Wöhlers Derbykandiodat Andolini war. „Bei mehr Tempo im Rennen gewinnt meine Stute ganz alleine“, war er sich sicher. „Sie geght jetzt gleich in das Dina-Trial“, gab er weiter an und hatte schon vor Wochen nur einen Plan mit. Dieses Gruppe II-Rennen in Berlin.
Davon könnte Wasimah profitieren, denn sie hatte eine längere Auszeit, kann nun frisch auftrumpfen. Auch bei High Heat hat man noch Diana-Pläne. Als Boreal-Tochter könnte sie mit der Zeit immer weiter zulegen. Nicht unerwähnt bleiben sollte Rila. Die Auenquellerin hat ihren einzigen Start bis dato gewonnen, als Lando-Tochter ist sie vor allem auf gutem Geläuf zu beachten und sollte nur an den Start kommen, wenn sie nach ihrem Sieg „einen weiteren Schritt macht“, so ihr Trainer Roland Dzubasz nach dem Treffer. Diesen hat sie offenbar getan.












