Sechs Mal ist das Mehl-Mülhens-Rennen – Germann 2000 Guineas seit dem Jahr 2000 über die Grenze nach England gegangen. So auch in den letzten Jahren, als Godolphins Frozen Power und 2011 Excelebration den Klassiker entführten. Es war eine Gala, die der mittlerweile in Coolmore-Besitz stehende Excelebration damals hinlegte.
Nun aber sollen es die deutschen Spitzenmeiler im Derby-Jahrgang endlich wieder einmal richten. Beonders im Fokus steht dabei Rennstall Gestüt Hachtsees Tai Chi und somit der amtierende Winterfavorit und das über Winter am höchsten taxierte Pferd im Generalausgleich. Diese Pole-Position hat er inzwischen verloren, Novellist und Amaron stehen ein Pfund über Tai Chi (Foto), der nun aber wieder an die Spitze gelangen könnte.
Natürlkich nur mit einem Sieg in der mit 153.000 Euro dotierten Gruppe-II-Prüfung. Die Serie der französischen Jockeys, die bislang im Sattel des von Werner Baltromei trainierten High Chaparral-Sohnes saßen, geht weiter. Erstmals wurde Johan Victoire gebucht. Apropos Frankreich: Dies war bei den letzten beiden Starts das Operationsfeld von Al Malek, der nach seinem Krefelder Cantersieg im Prix Djebel nach einem unglücklichen Rennverlauf Fünfter wurde.
Der Sieger French Fitfteen unterlag anschließend in den englischen 2000 Guineas nur knapp dem klar favorisierten Camelot. Al Maleks „Djebel-Form“ besitzt sicherlich einigen Wert. Andre Best sitzt im Sattel des Anabaa-Sohnes, Terence Hellier hat sich für den Herzog-von-Ratibor-Sieger Pastorius entschieden. Dieser blieb im Dr.Busch-Memorial bei seinem Jahresdebut als Fünfter unter Wert geschlagen.
Man darf davon ausgehen, dass sich der Soldier-Hollow-Sohn, der auf der Kölner Bahn im Winterfavorit-Trial nur knapp gegen Black Arrow unterlag, weiter gefördert präsentieren dürfte. Energizer fühlte in Krefeld dem Sieger Amaron hart auf den Zahn.
Eine Form, die durch den tollen vierten Platz von Amaron in der französischen „Poule“ weiter an Wert gewonnen hat. Und auch Kolonel war in der ersten großen Standortbestimmung der Saison im Krefelder Stadtwald mit von der Partie und wurde Fünfter.
Doch Andreas Wöhler sprach schon wenige Minuten später das nächste Ziel für den Manduro-Sohn aus: Das Mehl-Mülhens-Rennen. So ist es nun auch gekommen, der jetzt in England als Freelancer tätige Italiener Mirco Demuro wurde für Kolonel verpflichtet.
Nach Novellist könnte das Wöhler-Quartier einen weiteren Big Point in einer Dreijährigen-Prüfung für den Derby-Jahrgang markieren.
Schlenderhaner Farben und somit die der Mehl-Mülhens-Sieger der jüngeren Vergangenheit wie Irian und Aviso, wird der Tertullian-Sohn Axiom an den Start tragen. Er dürfte erst in zweiter Linie in Frage kommen, denn er muss einen ganz gewaltigen Sprung bewältigen.
Höher gehandelt wird sicherlich Amarillo, der in Düsseldorf ein Listenrennen in ganz leichter Manier gewann. Dabei bezwang der von Peter Schiergen für den Stall Nizza trainierte Holy Roman Emperor-Sohn ganz locker Survey, die anschließend in Köln zur Gruppe-Siegerin aufstieg.













