Die Bremer Saisonpremiere liegt nun schon ein wenig zurück. Am Karfreitag öffneten sich in der Vahr zum ersten Mal im Jahr die Pforten, am Sonntag nun geht es in die zweite Runde. Als Höhepunkte dürfen sich die Besucher auf das erste BBAG Auktionsrennen des Jahres, sowie ein Dreijährigen-Rennen mit zwei Derby-Kandidaten freuen.
Und noch jemand wird sicherlich mit Spannung erwartet. Nach überstandener, schwerer Verletzung und gelungenem Comeback in Skandinavien wird der dänische Jockey Lennart Hammer-Hansen zum ersten Mal wieder in Deutschland in den Rennsattel steigen. Hammer-Hansen ist zurzeit im Quartier des Iffezheimer Trainer Gerald Geisler als Stalljockey angestellt und wird nach seinem Engagement in der Hansestadt im Badener Frühjahrs-Meeting reiten.
Ein weiterer Sattelkünstler macht Bremen seine Aufwartung. Der in England erfolgreiche Jockey Andrea Atzeni übernimmt einen Ritt am Sonntag. In der Summe kann der Bremer Rennverein rund um ihren Geschäftsführer Klaus Martin seinen Gästen zum Ende des Wochenendes acht Rennen anbieten.
Das BBAG Auktionsrennen wird in der fünften Tagesprüfung gleichzeitig als Traloppo-Wettchance des Tages gelaufen. In der Viererwette winkt eine garantierte Auszahlung von 10.000 Euro. Insgesamt lassen sich 14 Kandidaten über die Meile prüfen. Viele Formpferde werden dabei in die Boxen einrücken und dieses Examen zu einer offenen Angelegenheit machen. Nach Gewicht am höchsten steht der von Uwe Ostmann trainierte Auenqueller Global Thrill, der zuletzt in München Rang drei belegte.
Natürlich ist er darauf erpicht, sich mit Stephen Hellyn schnellstmöglich zu rehabilitieren. Aus dem Krefelder Stadtwald reisen zwei Pferde in den Norden der Republik. Der von Mario Hofer trainierte King Arthur (Foto) ist mit Andre Best im Sattel ein ganz interessanter Aspirant. Der Elnadim-Sohn ist blendend in die Saison gestartet, siegte in Düsseldorf und wurde Zweiter auf der Heimatbahn. Gleiches gilt für den Stallgefährten Admiral Lord.
Der Lord of England-Sohn konnte dreijährig gleich sein Lebensdebüt gewinnen und auch bei seinem zweiten Start wusste er durchaus zu überzeugen. Im Weidenpescher Park musste er sich als zweiter Favorit nur einem starken Axiom mit Adrie de Vries geschlagen geben. Am Sonntag wird Trainer-Tochter Steffi Hofer die Zügel in die Hand nehmen. Die Gegner heute sind allerdings bärenstark und sollten auf gar keinen Fall unterschätzt werden.
Mit dem von Peter Schiergen in Köln trainierten Collodi kommt ein Pferd in die Vahr, der einen ähnlich beeindruckenden Saisonstart aufs Geläuf brachte. Der Königstiger-Sohn siegte zuletzt mit Dennis Schiergen in überlegener Manier auf dem Grafenberg. Für den Ritt in Bremen konnte Koen Clijmans verpflichtet werden. Interessant zu sehen wird sein, wie sich Lady Jacamira in dieser Gesellschaft zu behaupten weiß.
Die Lord of England-Tochter aus dem Hauptstadt-Quartier von Roland Dzubasz siegte in Hoppegarten bei ihrem Saisondebüt unter Johan Victoire ganz souverän. Die Vorteile im Gewicht zu den oben genannten Pferden ist augenscheinlich und könnte das Pendel zu ihren Gunsten ausschlagen lassen. Sie wird mit Norman Richter unterwegs sein. Andrea Atzeni erhält das Engagement auf der von Waldemar Hickst vorbereiteten Soldier Hollow-Tochter Astra, die sich in der Isar-Metropole bereits deutlich ankündigte.
Mit einem Rennen über 2400 Meter sind in der vierten Prüfung ein weiteres Mal die Dreijährigen angesprochen. Mit dabei auch der von Champion Andreas Wöhler trainierte Winafortune und Paul Harleys Kolossos, die beide eine Nennung für das Deutsche Derby in Hamburg besitzen. Wobei Letztgenannter seine Visitenkarte noch nicht abgegeben hat. Streng nach Form sollte der Königstiger-Sohn Winafortune mit Daniele Porcu hier favorisiert sein.
Mit dem Waldemar Hickst in Köln vorbereiteten Wilson stellt sich ebenfalls ein noch ungeprüftes Pferd in der Vahr vor. Der Soldier Hollow-Sohn aus der Gruppe-Platzierten Wellola ist ein spätes Pferd für die klassischen Rennen. Aus dem Derby wurde er zurückgezogen, er besitzt aber einen Nennung für das Oppenheim-Rennen.
Abgerundet wird die Bremer Karte durch ein 3400 Meter Jagdrennen. Hier kommt die frische Siegerin Batya aus dem Rennstall von Petra Gehm an den Start, aber auch ein neunjähriger Wallach namens Gilmore. Der in Schweden trainierte Acatenango-Sohn wurde als Jährling auf der Auktion in Baden-Baden für 130.000 Euro verkauft. Für reichlich Abwechslung ist in der Bremer Vahr zur zweiten Veranstaltung der Saison gesorgt. Das erste Rennen an der Ludwig-Roselius-Allee wird um 14.10 Uhr gestartet.











