Die Saison ist im vollen Gange, die ersten Gruppe-Highlights des Jahres sind entscheiden, dann öffnen sich auch am Samstag auf dem Raffelberg endlich die Pforten zum ersten Renntag. Es ist das erste Jahr nach dem 125. Jubiläum und im Gegensatz zu 2011 bieten die Mülheimer nun zwei Veranstaltungen mehr an als noch im letzten Jahr.
Fünf Renntage werden 2012 auf dem Raffelberg ausgetragen.
Neun Rennen (ein Araberrennen) bietet der Mülheimer Rennverein nun zum Aufgalopp an. Dabei spielt natürlich wieder der Derbyjahrgang eine exponierte Rolle an diesem Tag. In der fünften Tagesprüfung über 2000 Meter wird es für die Dreijährigen ernst.
In den letzten Wochen konnten einige Derbykandidaten auf sich aufmerksam machen und auch Gestüt Ittlingens Sharivar möchte sich natürlich in dieses Riege einreihen. Der aus dem Champion-Quartier von Andreas Wöhler nach Mülheim entsandte Sinndar-Sohn ist mit einigen Hoffnungen versehen und besitzt dementsprechend Nennungen für die großen Rennen. Neben dem Deutschen Derby hat der Sinndar-Sohn das Oppenheim Union-Rennen und das Bavarian Classic auf der Agenda.
Natürlich ist das Rennpotenzial des Dunkelbraunen noch nicht erfasst, doch die Meinung im Rennstall ist vorhanden und auch am Wettmarkt für das Deutsche Derby ist er recht weit vorne notiert. Eduardo Pedroza wird selbstverständlich in den Rennsattel steigen. „Er ist ein talentiertes Pferd, aber wir müssen natürlich, wie er sich bei seinem ersten Start schlagen wird“, so Andreas Wöhler.
Der Gegner könnte der von Peter Schiergen trainierte Galileo-Sohn Eagle Spirit (Foto) sein. Der Hengst ist wunderbar gezogen, seine Mutter ist die elffache Gruppe-Siegerin Elle Danzig. Blaues Blut fließt also durch seine Adern. Im Gegensatz zu dem noch ungeprüften Sharivar hat der Asterblüte-Vertreter sogar schon einen Jahresstart im Gepäck.
In Köln kam er noch nicht ganz hin, doch sollte im dieser Start weiteren Auftrieb gegeben haben. Auch der Galileo-Sohn besitzt natürlich eine Nennung für Hamburg und das Union-Rennen im Weidenpescher Park. Eagle Spirit ist natürlich die Wahl des Stalljockeys Andrasch Starke.
Die zweite Dreijährigenprüfung über 1400 Meter könnte Beute von Waldemar Hickst werden. Der Kölner Coach bietet mit Pennyfox mit Reiter Alex Pietsch ein durch und durch interessantes Pferd auf. Ungewöhnlich scheint nur die Distanz auf der er aufgeboten wird. Als Samum-Nachkomme doch eher auf der Steherdistanz zu vermuten, kommt er nun auf einer reichlich kurzen Distanz zum Zuge.
Dennoch kein Nachteil, denn die Gewichtsvorteile gegenüber dem von Uwe Ostmann trainierten Zarras, der mit Filip Minarik startet, sind mit drei Kilo nicht unerheblich und könnten den Ausschlag geben. Neben den beiden Rennen für die Derby-Klasse, sind zwei Rennen der Kategorie Ausgleich III ausgeschrieben worden, wovon eines den Ladies vorbehalten ist und über die Meile gelaufen wird. Hier ist wohl erneut mit der von Ralf Rohne trainierten Belle Dream zu rechnen.
Die Indian Haven-Tochter ist die Zuverlässigkeit in Person und konnte dieses Jahr bereits ein Rennen auf der Heimatbahn auf dem Grafenberg für sich entscheiden. Und auch die davor gezeigten Leistungen sprechen für ein erneut gutes Laufen der Vierjährigen. Wie bei ihrem Düsseldorfer Sieg konnte Champion Filip Minarik für den Ritt verpflichtet werden.
Im zweiten Ausgleich III über die Steherdistanz von 2950 Meter sollte Saba Dancer aus dem Quartier Marion Rotering mit Möglichkeiten unterwegs sein. Der Banyumanik-Sohn ist ein ausgewiesener Steher und hat sich bereist in Hoppegarten angekündigt. Mit Eugen Frank im Sattel sollte er gut genug für diese Angelegenheit sein. Die Frage ist wie der frische Kölner Sieger Silver Dragon im Ausgleich III zurecht kommt. Zuletzt schienen dem Royal Dragon die Aufgaben im Ausgleich IV doch ein wenig zu einfach zu werden.
Sollte er die Form in die höhere Klasse retten können, dann sind Chancen für den niederländischen Gast reell. Zusätzlich dürfen sich die Besucher am Samstag auf Araber-Rennen freuen. Über die 1400 Meter sind dreijährige und ältere Pferde angesprochen.











