Der erste Ausgleich I des Jahres steht an und das am Maifeiertag in Leipzig. Im Wettenleip Ausgleich gibt es 15.000 Euro zu verdienen und die Anziehungskraft ob eines solchen Top-Zahltages für die Aktiven wurde nicht verfehlt. Andreas Wöhler, Waldemar Hickst, Christian von der Recke und Sascha Smrczek entsenden ihre Galopper ins Leipziger Scheibenholz. Auch wenn es letztlich sieben Pferde wurde, die in der Liste des Top-Ausgleiches stehen blieben, so wird die Prüfung bestimmt gut bewettet werden.
Denn es gibt reichlich Grund zu Spekulationen. Vor allem Ever Strong, der in Ravensberg seit jeher einen großen Ruf genießt, sollte viel Aufmerksamkeit verdienen. Der vierjährige Lomitas-Sohn ist mit Jozef Bojko unterwegs und sollte nach den zurückzulegenden 1850 Metern gute Chancen besitzen, ganz vorne zu landen. Allerdings ist auch die Selkirk-Stute Dawariya sehr interessant. Die Vierjährige wurde im letzten Jahr noch in Irland von John Oxx für den Aga Khan trainiert, vertrat also höchst prominente Interessen in Irland.
Es könnte gut sein, dass der Recke-Stall wieder einmal ein sehr laufstarkes Pferd auf einer Auktion erworben hat. Die Nagelprobe steht am Dienstag an, wenn sich Rene Piechulek für den Stall Seeheim in den Sattel schwingt und mit der Vierjährigen in Leipzig auf Siegesjagd zieht.
Der nimmermüde Owentuo ist ebenso mit am Start wie Waldemar Hicksts‘ Lavallo (Foto), dessen Formkurve immer weiter nach oben geht. Er muss noch immer nicht am Ende seiner Möglichkeiten sein und sollte auch unter Topgewicht mit Rastislav Juracek im Sattel nicht übersehen werden. Die Dreijährigen sind ein Mal in Leipzig unter sich. Elfi Schnakenberg ist mit Volturno Aesculap am Start. Er muss sich steigern, wenn er sich gegen Power Zar, der die Farben von Albert Darboven trägt, und die Görlsdorferin Moi Lolita behaupten will.
Die Veranstaltung soll insgesamt ein Höhepunkt in der Kombination von Galopprennen, Musik, Talk und einem großzügigen Kinderland werden. Bereits ab 10.30 Uhr beginnt das Geschehen mit einem musikalischem Frühschoppen. Die eigentliche Tribünenübergabe erfolgt dann 13.00 Uhr im Bereich der ehemaligen, nun neugestalteten Königsloge.
Nach dem Ende der Galopprennen lässt die Musikalische Komödie zu Leipzig die Veranstaltung musikalisch ausklingen. Alle Verantwortlichen und ihre Gäste hoffen dabei natürlich nun auf das entsprechende, passende Wetter zu diesem Highlight. Die Prognosen dazu sind aber nicht schlecht.
Jens Luft, Vizepräsident des LRRV, und in dieser Funktion als Koordinator zwischen den noch im Gange befindlichen Baumaßnahmen am Tribünengebäude und den unmittelbaren Vorbereitungen des Saisonauftakts im Scheibenholz selbst unterwegs, schätzt ein, „dass es auch in den nächsten Wochen und Monaten und sicher noch darüber hinaus viel zu tun gibt am Objekt Galopprennbahn“. So fand vor knapp drei Wochen bereits ein originaler „Probelauf“ des ersten Renntages mit allen am Ablauf beteiligten Personen (Technische Leitung, Toto, Rennverfilmung u. a.) statt. Ergebnis: gelungen.
Die nächsten Höhepunkte sind ja auch bereits vorprogrammiert. Im Jahre 2013 wird in Leipzig der 200. Jahrestag der Völkerschlacht begangen und als hauseigener Höhepunkt das Jubiläum zum 150. Jahrestag des Galopprennsports in dieser Stadt zeitgleich dazu gepackt. Historischer Boden eben.










