Es gibt gute Hindernisjockeys, die auf das Springvermögen ihrer Ritte hoffen. Und es gibt Hindernisjockeys, die das Springen ihrer Pferde durchgehend beeinflussen und ihnen so über ihre Schwächen hinweghelfen. Ruby Walsh ist so ein Meister, und Dirk Fuhrmann.
Seine Gabe machte ihn über Hindernisse zum vielfachen italienischen Meisterjockey, wo er auch den Rekord mit 66 Saisonsiegen im Jahr 2004 hält.
Außerdem wurde er als junger Mann Champion der deutschen Nachwuchsreiter sowie später auch der Hindernisreiter in Belgien und Deutschland. Das Große Jagdrennen von Meran gewann er dreimal und siegte auch einmal in der Pardubitzer Steeplechase.
Der Deutsche hat das beste Rennreiter-Alter zwar schon knapp überschritten, aber offenbar nichts verlernt. Am Samstagnachmittag gewann er zum Auftakt der gemischten Veranstaltung in Rom zunächst die 34. Steeplechase Capanelle für ältere Pferde, insgesamt mit 30.000 Euro dotiert. Im Gruppe 3-Jagdrennen verteidigte er auf dem Favoriten Sharpmon (22:10) eine Länge Vorsprung auf Zarkali, hinter dem Alba Reale Dritter wurde.
Eine Etage höher ging es dann im Criterium D’Inverno für Vierjährige um insgesamt 55.00 Euro. Fuhrmann siegte mit drei Längen Vorsprung auf King Hawk, einem Nachkommen der guten deutschen Acatenango-Tochter Freccia d’Oro vom Hengst Hawk Wing. Der Sieger gehörte ebenfalls zu den Topfavoriten und zahlte 33:10, Zweiter wurde Slanesch vor Sol Invictus.











