Bernd Schirm (Foto), seit über zehn Jahren als amtierender Geschäftsführer für das Wohl und Wehe des Leipziger Reit- und Rennvereins Scheibenholz e.V. mit verantwortlich, hat seinen Hut genommen. „Ich bin Anfang des neuen Jahres 65 Jahre alt geworden und muss mit Rücksicht auf meine Gesundheit ganz einfach etwas kürzer treten“, schätzt dieser seine gesundheitliche Situation realistisch ein.
Dabei ist Bernd Schirm glücklich, gerade in der jüngeren Vergangenheit in einem zähen Ringen mit Institutionen und Behörden die Sanierung der Leipziger Rennbahntribüne zunächst erst einmal auf den Weg und nun auch fast schon zu Ende gebracht zu haben.
„Wir wollen ja unbedingt spätestens zu unserem Traditionsrenntag am 1. Mai das rekonstruierte Schmuckstück den Besuchern ins seiner kompletten Funktion zugänglich machen. Und es sieht gut aus“, blickt der Ex-Geschäftsführer noch einmal in die Zukunft.
Die Geschicke des Rennvereins leiten Rennvereinspräsident Jürgen Funke und sein „Vize“ Jens Luft nun in Personalunion. Bernd Schirm bleibt dem Gremium perspektivisch jedoch in beratender Form erhalten.
Über diese Entscheidung hinaus wird gleichzeitig eine neu gegründete Betreibergesellschaft namens LE Event Area Projektmanagement GmbH die Geschicke des Objektes Scheibenholz in ihre Hände nehmen.
Für die Durchführung der Rennsport-Termine, aktuell maximal sechs Veranstaltungen in der Saison, hat weiterhin der LRRS e. V. „den Hut auf“.
Als Geschäftsführer der neu geschaffenen Betreibergesellschaft ist der seit Jahren in Leipzig engagierte Frankfurter Buchmacher Alexander Leip („bevor ich nach Leipzig kam, war ich ein sparsamer Mensch“) neben Dr. Ingo Seidemann, der auf dem Manager-Stuhl Platz nehmen wird, für die Geschicke außerhalb des Galopprennsports verantwortlich.
Leip spricht in diesem Zusammenhang von einem „besonderen Flair der Leipziger Traditionsbahn, die eine ganzjährige Vermarktung erfordert“, mit weiteren sportlichen Highlights, neben Open-Air-Veranstaltungen und ähnlichen Events, als Höhepunkte auf dem weitläufigen Gelände. Dabei soll vor allem ein „Kurzzeit-Aktionismus“ ausgeschlossen bleiben.
„Ohne die Unterstützung von Herrn Leip hätten wir das Projekt hier im Scheibenholz, auch unabhängig von 2.5 Mio Euro EU-Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II, sowieso nicht stemmen können.
Mit der über 100 Jahre alten und nun rekonstruierten Tribüne, der integrierten Wettannahmestelle und einer gastronomischen Einrichtung für alle Leipziger und ihre Gäste werden wir wieder ein Schmuckkästchen auf dem so innenstadtnahen Rennbahngelände haben“, lässt Rennvereins-Präsident Jürgen Funke Zuversicht erkennen.
„Hier werden sich auch die hoffentlich zahlreichen Sponsoren unserer Rennsportveranstaltungen in einem behaglichen Ambiente ganz anders als bisher präsentieren können.“











