Kein deutscher Besitzer gewann im Jahr 2011 mehr Rennen als Guido Schmitt. Mit einer im Vergleich zu den großen Gestüten kleinen Flotte von Vierbeinern ließ er Größen wie Ittlingen, Fährhof oder Schlenderhan hinter sich. Keiner gewann in der vergangenen Saison so viele Rennen wie Schmitt!
„Das war natürlich schon der Wahnsinn und es lief einfach. Es hat alles geklappt und wenn es läuft, dann läuft es. Mir ist natürlich klar, dass ich das kaum noch einmal toppen werde. Daher genieße ich die letzte Saison sehr und möchte mich noch einmal herzlich bei allen bedanken, die an diesen Siegen und dieser Saison mitgewirkt haben“, so Guido Schmitt am Neujahrstag gegenüber GaloppOnline.de.
27 Mal sah Schmitt seine Galopper in 2011 den Pfosten als Sieger passieren, knapp 300.000 Euro galoppierten sie dabei in die Kassen. Während Schmitt den letzten Erfolg 2011 durch den dreijährigen Beacon Hill am Silvester-Renntag bei RaceBets.com im Live-Stream auf Mallorca verfolgte, weilte er bei den meisten Siegen seiner Pferde live vor Ort.
„Das Highlight war natürlich der Gruppesieg von Theo Danon in Hannover. Ein Grupperennen zu gewinnen ist unbeschreiblich und ich hoffe und bin mir eigentlich auch sicher, dass sich Theo Danon als Vierjähriger noch weiter steigern wird. Dubai lassen wir mit ihm in diesem Jahr noch aus und werden ihn in Ruhe auf die Saison vorbereiten. Er wird nur bei gutem Boden starten. Das Hauptziel für ihn könnte der Dallmayr-Preis in München sein“, so noch einmal Schmitt.
Der Dallmayr-Preis ist ein Gruppe I-Rennen. Theo Danons Vater Lord of England, der im Gestüt Etzean deckt, konnte dieses Rennen gewinnen. 2012 macht Schmitt also Jagd in der „Galopper Champions League“. Ein Gruppe I-Erfolg blieb Schmitt als Besitzer bisher verwehrt, sein Augenmerk lag in der Vergangenheit in erster Linie auf Handicappern.
Und diese waren es dann auch, die 2011 für Schmitt nach Anzahl von Siegen so erfolgreich machten. Beacon Hill, den Schmitt zusammen mit Mario Hofer bei der Tattersalls Horses in Training Sale im letzten November für nur 6.000 Guineas erwarb, gewann in der vergangenen Saison sechs Mal, die ebenfalls aus England importierten Barreq und Primera Vista siegten fünf beziehungsweise drei Mal.
Schmitts nach Siegen erfolgreichstes Pferd aller Zeiten bleibt zunächst aber der unverwüstliche Kaliyan, der 16 Rennen gewann und heute die Rente als Reitpferd von Schmitts Freundin Jenny genießt. Neben Theo Danon gehörten Schmitt auch die Gruppepferde Fleurie Domaine und anteilsmäßig King of Sydney.











